Olympische Basketball-Geschichte

Das Märchen vom Dream Team

Von Oliver Wittenburg
Samstag, 02.08.2008 | 10:05 Uhr
Neben Bird waren natürlich Michael Jordan (l.) und Magic Johnson die ganz großen Nummern
© Getty
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München - Der 7. April des Jahres 30 könnte der Todestag von Jesus von Nazareth gewesen sein, heißt es. Es könnte aber auch sein, dass er es nicht war.

Als gesichert gilt hingegen, dass an einem 7. April die Länge des Meters festgelegt, die erste deutsche Universität von König Karl IV. gegründet wurde, das Märchen von der "Prinzessin auf der Erbse" in Dänemark erschien und ferner Gerhard Schröder, Birgit Schrowange und Bodo Illgner Geburtstag haben.

Am 7. April 1989 geschah auch etwas sehr Einschneidendes für den Basketball-Sport. Die FIBA hob die Regel auf, die es NBA-Profis verbot, an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilzunehmen.

Die Folgen waren kolossal, denn die Basketball-Welt sollte drei Jahre später Zeuge eines Ereignisses werden, das bis heute nachhallt.

Olympische Spiele 1992 in Barcelona

Lineup: Michael Jordan, Larry Bird, Magic Johnson, Clyde Drexler, Karl Malone, Scottie Pippen, Charles Barkley, Patrick Ewing, David Robinson, John Stockton, Chris Mullin, Christian Laettner
Statistik: 8:0 Siege mit 117,3:73,5 Punkten
Topscorer: Barkley 18 Punkte, Jordan 14,9, Malone 13, Mullin 12,9

Die USA reisen mit einem Team nach Spanien, das sportartenübergreifend als die hochkarätigste Ansammlung von Athleten aller Zeiten gilt. Die besten Pässe, Dunks und Blocks im Video

Michael Jordan, Magic Johnson (im Bild) und Larry Bird bilden das Herzstück der Mannschaft von Cheftrainer Chuck Daly, dessen Ausspruch, er fühle sich, als sei er "mit Elvis und den Beatles gleichzeitig auf Tournee" längst legendär ist. Legendär ist auch der Umstand, dass Daly während des gesamten Turniers keine einzige Auszeit nahm.

Gut, was hätte er seinen Spielern auch sagen sollen? Mehr Anlass zum Appell haben da schon die Trainer des jeweiligen Gegners. Hinweise darauf, dass ihre Schützlinge mit der Autogrammjagd bis nach dem Spiel warten oder sich während der laufenden Partie nicht mit ihrem Lieblingsidol fotografieren lassen sollen, sind durchaus angebracht.

Doch auch bei etwas weniger ergriffenem Staunen könnte niemand Team USA schlagen. Den hochtalentierten Kroaten gelingt im Finale noch das knappste Resultat. Sie verlieren mit 32 Punkten Differenz.

Basketball-Welt rückt enger zusammen

Die Auftritte der Zauberer aus Amiland versetzen die ganze Welt damit in helle Aufregung und lösen einen Boom aus, der Früchte trägt. Waren es Anfang der 1990er Jahre nur einige wenige Nichtamerikaner, die ihr Geld in der besten Liga der Welt verdienten, liegt ihr Anteil gegenwärtig bei gut 20 Prozent.

Nicht wenige von ihnen wie etwa der Argentinier Manu Ginobili, der Franzose Tony Parker (beide San Antonio), der Kanadier Steve Nash (Phoenix) und nicht zuletzt Dirk Nowitzki (Dallas) besitzen Superstar-Status.

Die Basketball-Welt rückte enger zusammen, was nicht zuletzt dazu führt, dass die Ausnahmerolle des Dream Teams in Barcelona ein singuläres Ereignis bleibt.

Olympische Spiele 1996 in Atlanta

Lineup: Charles Barkley, Scottie Pippen, Anfernee Hardaway, Grant Hill, Karl Malone, Reggie Miller, Hakeem Olajuwon, Shaquille O'Neal, Gary Payton, Mitch Richmond, John Stockton, David Robinson
Statistik: 8:0 Siege mit 102:70,3 Punkten
Topscorer: Barkley 12,4 Punkte, Robinson 12,0, Miller 11,0

Vier Jahre nach Barcelona haben die USA wieder ein beachtliches Lineup am Start, wenngleich Ikonen wie Jordan, Bird oder Magic fehlen. Wieder gewinnt Team USA alle seine acht Spiele, wieder ist Charles Barkley der beste Scorer, wieder holt man Gold (95:69 über Jugoslawien im Finale), diesmal unter Headcoach Lenny Wilkens. Gezaubert wird aber wenig und im Schnitt erzielt man gute 15 Punkte weniger als das Ur-Dream-Team.

Olympische Spiele 2000 in Sydney

Lineup: Kevin Garnett, Vince Carter, Alonzo Mourning, Ray Allen, Vin Baker, Allan Houston, Antonio McDyess, Shareef Abdur-Rahim, Tim Hardaway, Steve Smith, Gary Payton, Jason Kidd
Statistik: 8:0 Siege mit 95:73,4 Punkten
Topscorer: Carter 14,8 Punkte, Garnett 10,8, Mourning 10,2

Dream Team drei gewinnt Gold, aber keineswegs im Vorbeigehen. Im Halbfinale ist gegen Litauen beinahe Endstation (85:83). Wäre Vince Carter nicht gewesen - sein Riesensatz über den französischen 2,10-Meter-Hünen Frederic Weis mit anschließendem Dunk war das Highlight des Turniers (hier geht's zum Video) -, man hätte von einem Arbeitssieg in Reinkultur sprechen müssen.

Olympische Spiele 2004 in Athen

Lineup: Allen Iverson, Tim Duncan, Stephon Marbury, Shawn Marion, Lamar Odom, Carlos Boozer, Dwyane Wade, Richard Jefferson, LeBron James, Amare Stoudemire, Carmelo Anthony, Emeka Okafor
Statistik: 5 Siege, 3 Niederlagen mit 88,1:83,5 Punkten
Topscorer: Iverson 13,8 Punkte, Duncan 12,9, Marbury 10,5

Wieder tritt ein mit Superstars gespickter Kader für die USA an. Nach Jordan/Bird, Barkley/Robinson und Garnett/Carter sind jetzt Leute wie Allen Iverson, Tim Duncan oder das neue Wunderkind LeBron James im Einsatz. 109 Siege bei zwei Niederlagen und 12 Goldmedaillen bei 14 olympischen Turnieren lautet die ewige Bilanz für USA Basketball. 24:0 Siege und drei Goldmedaillen haben die Profi-Teams dazu beigetragen.

Gleich das erste Match in Athen bringt aber die Ernüchterung: Puerto Rico verpasst Dream Team IV eine gewaltige Abfuhr (73:92) und die ist erst der Anfang. Auch Litauen besiegt das Team von Headcoach Larry Brown, und im Halbfinale findet Argentinien genau die richtigen Mittel, um einen 89:81-Erfolg davon zu tragen und letztlich Olympiasieger zu werden. Auch wenn sie nach einer starken Leistung gegen Litauen aufrichtig jubeln, die Zielvorgabe verpassen die NBA-Stars dennoch um Längen.

Olympische Spiele 2008 in Peking

Lineup: Kobe Bryant, Jason Kidd, Chris Paul, Deron Williams, Dwyane Wade, LeBron James, Carmelo Anthony, Michael Redd, Tayshaun Prince, Carlos Boozer, Chris Bosh, Dwight Howard

Die Enttäuschung von Athen und der erschreckende sechste Rang bei der Weltmeisterschaft 2002 in Indianapolis veranlasst den amerikanischen Verband zu einer Kursänderung in Sachen Nationalmannschaft, die 2005 ihren Anfang nimmt. Sport-Mogul Jerry Colangelo wird als Direktor angeheuert mit dem Ziel, eine Mannschaft unter der sportlichen Führung von Chefcoach Mike Krzyzewski zusammenzustellen, die Willens sein soll, über einen Zeitraum von drei Jahren an der Wiederherstellung der Vormachtstellung in der Welt zu arbeiten.

Das Vorhaben: Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2006 in Japan, WM-Gold, Quali für Peking 2008 und Olympia-Gold. Die Quali für Japan glückt selbstredend, doch die WM geht gleich schief. Niederlage im Halbfinale gegen Griechenland. Wieder nur Bronze. Jetzt macht man sich mit dem Olympia-Debütanten Kobe Bryant an der Spitze auf nach Peking. Wieder ist man Favorit. Wieder wird Gold von Team USA erwartet. Alles andere wäre eine herbe Enttäuschung, denn ein Dream Team holt nicht Bronze.

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