Olympia

Alfons Hörmann erneut zum DOSB-Präsidenten gewählt

SID
Alfons Hörmann wurde wiedergewählt.
© getty

Alfons Hörmann bleibt Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der 58-Jährige erhielt bei der Mitgliederversammlung in Düsseldorf in einer Kampfabstimmung 383 der 450 abgegebenen Stimmen und wurde damit wiedergewählt.

Der Präsident der Deutschen Triathlon-Union (DTU) hatte erst wenige Minuten vor der Wahl seine Kandidatur bekannt gegeben. Er kam auf 61 Stimmen.

"Ich danke für den großartigen Vertrauensbeweis und werde mit einem schlagkräftigen Team für Sportdeutschland weiterarbeiten", sagte Hörmann: "Ich werde einen Stil pflegen, der von Transparenz und Offenheit geprägt ist."

Engelhardt, der spätestens seit einer offenen Konfrontation im Rahmen des Parlamentarischen Abends in Berlin im Juni zu den stärksten Kritikern Hörmanns innerhalb des DOSB gehört, hatte den Amtsinhaber indirekt zuvor vor allem für seinen vermeintlich schlechten Führungsstil kritisiert.

Es gelte, Brücken zu bauen, andere Umgangsformen zu etablieren, sagte Engelhardt bei seiner Vorstellung. "Es gilt, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen durch vorbildliches Verhalten", ergänzte er und forderte "Aufbau und Pflege eines teamorientierten Führungsstils".

Engelhardt: Kandidatur von symbolischen Wert

Engelhardt betonte vor der Wahl den eher symbolischen Wert seiner Kandidatur. "Ich weiß, dass diese Kandidatur die Wiederwahl des Präsidenten nicht verhindern wird. Die Kandidatur soll dazu beitragen, dass mehrere Kandidaten auch im Sport in einer Demokratie selbstverständlich sein sollten. Ich wünsche mir, dass die Ziele, die ich hier genannt habe, die mir eine Herzensangelegenheit sind - egal, wer die Wahl gewinnt - mehr Gewicht bekommen und mehr Einfluss finden in das Handeln des DOSB", sagte Engelhardt.

Hörmann hatte im Vorfeld der Mitgliederversammlung offengelassen, ob er sich einer Kampfkandidatur stellen wird. Bei dem Amt des DOSB-Präsidenten handele es sich um ein reines Ehrenamt, sagte Hörmann in einem Welt-Interview. Wenn man um dieses Amt ringen müsse, dann sei das nicht die richtige Voraussetzung, eine derart wichtige Position auszufüllen.

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