Olympia

Paralympics: IPC bestätigt Suspendierung russischer Athleten

SID
Das IPC bestätigte die Suspendierung der Russen
© getty

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Suspendierung russischer Athleten vorerst bestätigt. Eine finale Entscheidung darüber, ob eine russische Mannschaft bei den Paralympics in Pyeongchang vom 09. bis 18. März starten darf, soll Ende Januar fallen.

Zudem entschied das IPC, dass russische Athleten als neutrale Sportler in den vier Sportarten Ski alpin, Biathlon, Skilanglauf und Snowboard an den Qualifikations-Wettkämpfen für die Paralympics teilnehmen können. Damit hat das Russische Paralympische Komitee (RPC) die Möglichkeit, seine Sportler für die Spiele in Südkorea zu nominieren, falls die Suspendierung durch das IPC aufgehoben wird.

"Auch wenn das IPC-Präsidium die Zusammenarbeit mit dem RPC und dessen Fortschritte anerkennt, ist es in seiner Entscheidung einig, die Suspendierung aufrechtzuerhalten", sagte der neue IPC-Präsident Andrew Parsons: "Die Wiederherstellungskriterien wurden noch nicht gänzlich erfüllt."

Kriterien-Katalog für Sperren-Aufhebung

Das IPC fordert fünf Kriterien für die Aufhebung der Sperre. Dazu gehören unter anderem die vollständige Wiederaufnahme der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sowie eine offizielle Anerkennung des McLaren-Reports, der Russland ein institutionalisiertes Dopingsystem attestiert.

"Zu unserer wachsenden Enttäuschung und Frustration gibt es keinen Fortschritt bei einer offiziellen Antwort zum McLaren-Report. Wenn die russischen Behörden glauben, die Erkenntnisse und Beweise seien nicht glaubwürdig, dann sollten sie selbst Beweise und Erklärungen dagegen vorlegen. Das ist bis jetzt nicht geschehen", sagte Parsons.

Bei den Paralympics 2016 in Rio hatte das IPC keine russischen Athleten zugelassen. Für die olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) schloss das Internationale Olympische Komitee (IOC) Russland Anfang Dezember aus, will den russischen Sportlern aber unter Auflagen einen Start als "neutrale Athleten" ermöglichen.

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