Olympia

Gegner in Paris sammeln für Bürgerreferendum

SID
In Paris rührt sich Widerstand gegen die Olympiabewerbung

Auch in Paris wächst der Widerstand gegen eine Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2024. Die Kommunalabgeordnete Danielle Simonnet hat eine Unterschriftenaktion gestartet, die ein Bürgerreferendum über die Spiele einleiten soll.

"Natürlich brauchen wir ein Referendum. Ein solches Ereignis sollte von einer politisches Debatte in der Öffentlichkeit begleitet und durch eine Bürgerbefragung entschieden werden", sagte Simonnet der Zeitung Le Monde. Nach Meinung der Politikerin missbrauche Olympia Geld, das für nützliche Projekte wie Einrichtungen für Bildung, Gesundheit, Wohnraum oder Infra-Struktur fehle.

Bislang ist in Paris, anders als im Fall der gekippten Hamburger Bewerbung, kein Referendum vorgesehen. Die französische IOC in Lima. Im Raum steht eine Doppelvergabe. Paris könnte - 100 Jahre nach den ersten Spielen an der Seine - den Zuschlag für '24 erhalten, Los Angeles für 2028.

Zuletzt hatte schon Sportökonom Wolfgang Maennig im SID-Gespräch Zweifel an einer positiven Grundstimmung in Paris geäußert. "Auch in Paris gibt es eine große Mehrheit gegen Olympia", sagte der Ruder-Olympiasieger von 1988: "Doch dort verzichten sie auf ein Referendum - zum Glück für die olympische Familie."

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