Donnerstag, 06.10.2016

Doping: Anna Tschitscherowa überführt

Tschitscherowa muss Bronze zurückgeben

Die russische London-Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa muss ihre Hochsprung-Bronzemedaille von den Sommerspielen 2008 in Peking wegen Dopings zurückgeben.

Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Donnerstag bekannt gab, wurden beim Nachtest ihrer Dopingproben Spuren des Anabolikums Turinabol festgestellt. Die IOC-Disziplinarkommission disqualifizierte die heute 34-jährige Russin im Nachhinein von den Olympischen Spielen 2008.

Tschitscherowa hatte hinter der Belgierin Tia Hellebaut und der Kroatin Blanka Vlasic (beide 2,05 m) mit 2,03 m den dritten Platz belegt. Auf Rang vier war ihre Landsfrau Jelena Slessarenko (2,01) gelandet. Das Steroid Turinabol war wichtiger Bestandteil des DDR-Staatsdopings in den 70er und 80er Jahren. Es war bereits in den 60er Jahren in Jena entwickelt worden. Die DDR-Dopingopfer hatten den Hersteller Jenapharm verklagt und von dem mittlerweile zum Bayer-Konzern gehörenden Unternehmen vor zehn Jahren eine Entschädigung erhalten.

2012 in London gewann Tschitscherowa mit 2,05 m Olympia-Gold. Schon vor drei Wochen war der Russin Maria Abakumowa, ebenfalls wegen einem positiven Nachtest auf Turinabol, Olympia-Silber von 2008 im Speerwurf aberkannt worden. Die frühere Weltmeisterin Christina Obergföll rückte nachträglich auf Platz zwei vor.

Das könnte Sie auch interessieren
2018 steigen die Winterspiele in Pyeongchang

IOC lädt NOKs nach Pyeongchang ein - auch das russische

Der DOSB schafft den Medaillenkorridor ab

DOSB schafft Medaillenkorridor ab

Los Angeles' Bürgermeister Eric Garcetti würde 2028 auf Olympia verzichten wollen

Los Angeles unterstützt IOC-Reformen


Diskutieren Drucken Startseite
Get Adobe Flash player

www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.