Montag, 16.05.2016

Bestechungsvorwürfe um Tokio 2020

Premier verspricht "Kooperation"

Im möglichen Bestechungsskandal um die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hat der japanische Premierminister Shinzo Abe die "umfassende Kooperation" mit den Behörden angekündigt. Er habe das Sportministerium angewiesen, vollumfänglich bei der Aufklärung der Vorwürfe zu helfen, erklärte Abe am Montag.

Shinzo Abe (r.) versprach, den Fall aufzuklären
© getty
Shinzo Abe (r.) versprach, den Fall aufzuklären

Erst am Freitag hatte die Regierung offizielle Untersuchungen angekündigt. Laut Olympiaminister Toshiaki Endo werden hierfür Regierungsvertreter mit Offiziellen der Stadt Tokio und des Nationalen Olympischen Komitees Gespräche führen.

Tokios Organisationskomitee, das jegliche Vorwürfe abstreitet, war zuletzt unter Druck geraten. Französische Ermittler verdächtigen die japanischen Verantwortlichen, zwei Millionen Dollar an Papa Massata Diack, Sohn des ehemaligen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, gezahlt zu haben.

Die französische Polizei untersucht laut Nachrichtenagentur AFP bereits die Zahlungsvorgänge. Die Abwicklung soll über ein Konto in Singapur gelaufen sein, die dortigen Behörden unterstützen die Ermittlungen.


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