Donnerstag, 18.02.2016

Strafe für Leichtathleten

Coe: Mögliches Olympia-Aus für Kenia

Den kenianische Leichtathleten droht das Aus für die Olympischen Spiele in Rio, sollte der Verband von der WADA als nicht regelkonform eingestuft werden.

Kenias Leichtathleten dürfen vielleicht nicht nach Rio zu Olympia
© getty
Kenias Leichtathleten dürfen vielleicht nicht nach Rio zu Olympia
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com

"Ich weiß, dass die WADA sich die kenianische Anti-Doping-Agentur sehr genau anschaut", sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe am Mittwochabend beim britischen Bezahlsender BT Sport: "Eine geringe Anzahl von Ländern verursacht einen unverhältnismäßig großen Imageschaden. Wir müssen mehr die Initiative ergreifen. Wenn das bedeutet, diese Länder von Olympia oder Weltmeisterschaften auszuschließen, ja, dann müssen wir das tun."

In der vergangenen Woche hatte die WADA wegen der weiterhin mangelhaften Bemühungen im Anti-Doping-Kampf die kenianische Anti-Doping-Agentur ADAK auf die Beobachtungsliste gesetzt. Innerhalb einer Frist muss das Land nun die Auflagen der WADA erfüllen, sonst droht die Suspendierung. Erst dann können die zuständigen Verbände und Organisationen Sanktionen verhängen.

Kenia steht im Fokus

Bei der Leichtathletik-WM 2015 in Peking hatte Kenia erstmals an der Spitze des Medaillenspiegels gestanden. Allerdings steht das Land seit Monaten unter verstärkter Beobachtung. Mehr als ein Dutzend kenianische Athleten ist derzeit wegen Dopings gesperrt, drei führende Funktionäre des nationalen Leichtathletik-Verbandes AK wurden von der Ethikkommission des Weltverbandes IAAF vorläufig suspendiert. Ihnen wird vorgeworfen, den Anti-Doping-Kampf in ihrem Land behindert sowie Sponsorengelder veruntreut zu haben.

Erst am Dienstag hatte der Geschäftsführer des nationalen Leichtathletik-Verbandes AK seinen Posten nach Erpressungsvorwürfen ruhen lassen. Isaac Mwangi wird vorgeworfen, die beiden des Dopings überführten Läuferinnen Joyce Zakary und Francisca Koki Manunga aufgefordert zu haben, ihm umgerechnet je 21.000 Euro zu zahlen. Im Gegenzug sollten ihre Vier-Jahres-Sperren reduziert werden. Mwangi bestreitet die Vorwürfe.

Das könnte Sie auch interessieren
Serena Williams unterstützt die Bewerbung von Los Angeles für Olympia 2024

Serena Williams in Athleten-Kommission für L.A.

Paris kämpft gegen LA um die Ausrichtung der olympischen Spiele

Paris 2024: Macron versichert Unterstützung

Los Angeles will 2024 die olympischen Sommerspiele austragen

LA will weiterhin nicht bis 2028 warten


Diskutieren Drucken Startseite
Get Adobe Flash player

www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.