Dienstag, 21.10.2014

Wegen Anfeindungen

Norwegens Sportchef Rognlien tritt ab

Wegen Anfeindungen und Drohungen gegen seine Person im Zuge der möglichen Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 in Oslo wird Børre Rognlien zurücktreten. Der Präsident des Norwegischen Sportbundes NIF und des nationalen Olympischen und Paralympischen Komitees wird nach Ablauf seiner Amtszeit im Juni 2015 für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehen. Dies berichtet der Branchendienst "insidethegames.biz".

Børre Rognlien wird nach seiner Amtszeit als Norwegens Sportchef aufhören
© getty
Børre Rognlien wird nach seiner Amtszeit als Norwegens Sportchef aufhören

Norwegens oberster Sport-Funktionär Rognlien betonte, die Hauptgründe für seine Entscheidung seien nicht das Olympia-Aus für Oslo, sondern vielmehr die Anfeindungen gegen seine Person gewesen. Die Belastung für ihn und seine Familie sei zu hoch gewesen. In einem Fall habe er sogar die Polizei eingeschaltet. In einer Sitzung des Verbandes soll in der kommenden Woche über mögliche Nachfolger beraten werden.

Anfang Oktober war die Bewerbung Oslos für die Winterspiele 2022 gescheitert, nachdem sich die Regierung um Ministerpräsidentin Erna Solberg dagegen entschieden hatte, die für eine Bewerbung nötige Summe an Staatsgarantien von mindestens 24,9 Milliarden Kronen (3,04 Milliarden Euro) bereitzustellen. Damit verbleiben als Bewerber nur noch Almaty (Kasachstan) und Peking (China).


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