Sonntag, 10.11.2013

Novum in der Olympia-Geschichte

Weltraum-Tour mit Olympia-Fackel

Mit der Olympischen Fackel auf Weltraum-Spaziergang - zwei russische Kosmonauten haben am Samstag für ein Novum in der Olympia-Geschichte gesorgt.

Die Olympische Fackel ist derzeit im Weltraum unterwegs
© getty
Die Olympische Fackel ist derzeit im Weltraum unterwegs

Drei Monate vor Beginn der Winterspiele in Sotschi am 7. Februar nahmen Oleg Kotow (48) und Sergej Ryasanski (38) die nicht entflammte Fackel in mehr als 400 Kilometern Höhe mit ins All außerhalb der Internationalen Raumstation ISS.

Bei der Live-Übertragung im russischen Fernsehen war zu sehen, wie Kotow die Fackel in der linken Hand trug, Rjasanski filmte ihn dabei mit einer Hightech-Kamera. Der "kleine Fackellauf" im All inklusive einer Übergabe der Fackel zwischen den beiden Kosmonauten dauerte eine Stunde. Geplant ist von den Olympia-Organisatoren, dass genau dieses Fackel-Exemplar auch am 7. Februar 2014 zur Entzündung des Olympischen Feuers benutzt wird.

Sicherheitshalber nicht entzündet

Am Donnerstag war die russische Sojus-Rakete "TMA-11M" vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur gemeinsam mit dem russischen Kosmonauten Michail Tjurin, NASA-Astronaut Richard Mastracchio und dem japanischen Raumfahrer Kochi Wakata Richtung ISS gestartet. "Die Olympische Fackel im Weltall - dazu sind nur wir fähig", prahlte ein russischer Moderator.

Nach dem Andocken an die ISS übernahmen Kotow und Ryasanski, die bereits seit mehr als einem Monat auf der Station im Einsatz sind, die Fackel. Am Montag kehrt die Fackel zur Erde zurück. Dann soll Kosmonaut Fjodor Jurtschichin mit der Crew der Sojus "TMA-09M" wieder auf der Erde landen.

Die Flamme wurde aus Sicherheitsgründen während der gesamten Mission nicht entzündet. Während des am 7. Oktober in Moskau gestarteten Fackellaufs war das Olympische Feuer schon zahlreiche Male erloschen - allerdings unfreiwillig. Auf dem Weg zur Eröffnungsfeier in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi soll das Feuer über 65.000 Kilometer transportiert werden. Unter anderem war es bereits am Nordpol.


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