Donnerstag, 17.10.2013

Keine Kandidatur

Olympia 2022: Barcelona verzichtet

München hat bei einer möglichen Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 einen Kontrahenten weniger. Die katalanische Metropole Barcelona wird auf eine Kandidatur verzichten.

Barcelona wird nach Aussage von Bürgermeister Xavier Trias auf eine Kandidatur verzichten
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Barcelona wird nach Aussage von Bürgermeister Xavier Trias auf eine Kandidatur verzichten

Trias sagte dem Sender "Catalunya Radio", bei einem Besuch beim neuen IOC-Präsidenten Thomas Bach sei ihm geraten worden, auf eine Bewerbung für 2022 zu verzichten und erst für 2026 in Erwägung zu ziehen. Zudem erklärte Trias: Man könne sich in Zeiten, in denen staatliche Gelder gekürzt würden, "nicht für Olympia bewerben".

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude sieht in dem Verzicht von Barcelona eine weitere Verbesserung der Chancen der bayerischen Landeshauptstadt. Er spach in diesem Zusammenhang von einer "günstigen Bewerber-Konstellation". Auch Barcelona wäre der erste Gastgeber für Sommer- und Winterspiele gewesen.

Ude erneuerte seine Hoffnung, dass "wir bei den anstehenden Bürgerentscheiden ein positives Votum bekommen". Am 10. November wird in München, Garmisch-Partenkirchen, im Landkreis Traunstein sowie in Berchtesgaden über eine Olympiabewerbung abgestimmt. Nur bei einem "4:0" soll sie weiter verfolgt werden.

In München machte sich am Donnerstag im Beisein des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, der zukünftig auch für den Sport zuständig sein wird, der Bayerische Landessport-Verband für die Spiele stark. "Wir haben eine perfekte Bewerbung, sie sollte alle anderen überragen", sagte Präsident Günther Lommer.

Anmelde-Frist endet am 14. November

Lommer hob in einem leidenschaftlichen Plädoyer die Bedeutung sportlicher Großveranstaltungen hervor. Sie hätten eine positive Auswirkung auf Gesellschaft und Sport. Eine Ablehnung durch die Bürger wäre "jammerschade", betonte der BLSV-Präsident. Das für 2022 optimierte Münchner Konzept sei "eigentlich unschlagbar".

Um die positive Wirkung des Sports zu unterstreichen, zitierte Lommer auch aus einer noch unveröffentlichten Studie des DOSB. Der Sport in Deutschland generiert demnach Steuereinnahmen in Höhe von 27,17 Milliarden Euro, zugleich koste er den Staat aber nur 9,89 Milliarden Euro und garantiere 1,756 Millionen Arbeitsplätze.

Die Frist zur Anmeldung beim IOC endet am 14. November. Almyty in kasachstan will sich bewerben, die norwegische Hauptstadt Oslo nach einem positiven Bürgerentscheid ebenso. Interesse hatten auch das schon mehrfach gescheiterte schwedische Östersund, Lwiw in der Ukraine sowie das polnische Krakau bekundet.


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