Freitag, 26.11.2010

Vor den europäischen Nationalen Komitees in Belgrad

München 2018 sammelt weiter Pluspunkte

Bei ihrer Präsentation vor den europäischen Nationalen Olympischen Komitees in Belgrad hat die deutsche Delegation für die Winterspiele 2018 in München erneut Pluspunkte gesammelt.

Katarina Witt kämpft für München 2018
© sid
Katarina Witt kämpft für München 2018

Kurz und bündig, emotional und überzeugend: Angeführt von einer charmanten Katarina Witt hat die Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 erneut Pluspunkte auf dem internationalen Parkett gesammelt.

Bei ihrer knapp 15-minütigen Präsentation vor den europäischen Nationalen Olympischen Komitees in Belgrad hinterließ die deutsche Delegation den besten Eindruck der drei Konkurrenten. Der südkoreanische Kandidat Pyeongchang erwähnte den militärischen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel mit keinem Wort, die Vorstellung des französischen Annecy blieb blass.

"Noch eine lange Reise"

"Ich hatte einen sehr guten Eindruck, die Präsentation ist gut gelaufen", sagte Bewerbungs-Präsidentin Witt, sie betonte allerdings auch: "Es ist noch eine lange Reise." Tatsächlich erhielt die gelunge Münchner Vorstellung des "Festivals der Freundschaft" den längsten Abschlussapplaus.

Auch DOSB-Präsident und IOC-Vizepräsident Thomas Bach warnte vor voreiligen Schlussfolgerungen. Ja, sagte er unmittelbar nach den Vorträgen der drei Bewerber, die Bewerbung komme "gut an" im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), "aber es ist zu früh, bereits von einer Entscheidungsfindung zu sprechen." Gewählt wird am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban.

Kein Wort über den Korea-Konflikt

Mit Spannung wurde in Belgrad vor allem die Präsentation von Pyeongchang erwartet, nachdem Nord- und Südkorea seit Tagen in einen militärischen Konflikt verwickelt sind. Die Präsentatoren gingen, nachdem sie zunächst am Vortag eine Stellungnahme dazu veröffentlich hatten, vor den Vertretern der 48 europäischen NOKs mit keinem Wort darauf ein.

Auch die Deutschen blieben zurückhaltend - die Konkurrenz darf ohnehin laut IOC-Richtlinien nicht kommentiert werden. "Es ist das Erfolgsrezept jeder Bewerbung, sich auf sich zu konzentrieren", bekräftigte Bach stattdessen.

Einen Schatten wirft der Konflikt auf die dritte Kandidatur in Folge von Pyeongchang zweifelsohne, in der Lobby und auf den Fluren des Hyatt-Hotels in Belgrad waren sich die Beobachter allerdings uneins, ob die Bewerbung der Südkoreaner bereits am Ende sei, oder das Thema bis zur Entscheidung in sieben Monaten gar keines mehr sei.

Die Asiaten jedenfalls lieferten vor den Europäern eine solide Präsentation, zeigten sogar Emotionen und versprachen für ihre Vision von "Neuen Horizonten" erneut alles, was sich mit Geld erkaufen lässt.

Bilder des Tages - 26. November
Zu versuchen, der Gegnerin das Genick zu brechen, ist ja schon gemein genug. Aber wieso zeigt die Dame quasi-rechts ihrer Kontrahentin dabei auch noch auf den Hintern?!
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"Na kommt, Leute, was soll das denn? Ich kann doch nichts dafür, dass Cricket-Spieler so selten dämliche Hüte tragen müssen. Kein Grund, gleich verletzend zu werden!"
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"Hey Mädels, guckt mal, was ich kann!" - *klack* - "BOOOOOOAH!!!" Kabaddi ist schon eine faszinierende Sportart
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Der TOOOOOOD! Schon krass, wen die NFL-Franchise New York Jets alles auf ihrer Gehaltsliste stehen haben
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Eigentlich hatten die Mädels von Melbourne Victory ja eine ungemein anspruchsvolle Performance einstudiert. Aber eine Dame musste natürlich wieder aus der Reihe tanzen...
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Na komm, Jeet, was soll denn das?! Cricket nimmt eh schon kaum einer ernst, solche Faxen zu machen, ist da echt nicht förderlich!
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Sedrick Ellis von den New Orleans Saints (r.o.), Sekundenbruchteile bevor er übelst einen Footballhelm in die Magengrube gerammt bekommt. Herrliche Szene
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Jeet, verdammt! Was habe ich eben gesagt?! Lass den Quatsch endlich sein!
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Witt besticht durch ihren Charme

Es war das dritte Mal, dass sich München und seine beiden Mitbewerber auf großer Bühne präsentieren durften. Zuvor hatten sich die drei Kandidaten schon auf der Generalversammlung aller Nationalen Olympischen Komitees im Oktober in Acapulco vorgestellt, dann vor knapp zwei Wochen vor den asiatischen Komitees in China.

"Diese Bewerbungen haben eine besondere Bedeutung", betonte "München 2018"-Chef Bernhard Schwank, "da wird sehr genau hingeschaut, was präsentiert wird, wie es präsentiert wird, und wer es präsentiert." Diesen Dreiklang beherrscht München 2018 im Augenblick offenbar am besten.

Auch am Freitag sprachen Witt und ihre Mitstreiter vor allem darüber, dass die Olympische Familie in München "die Erfahrung ihres Lebens" machen werde. Vor allem die stets charmante Witt, die in Belgrad aufgrund ihres Olympiasieges in Sarajevo 1984 eine Art Heimspiel hatte, scheint Publikum und "Preisrichter" schon so gut zu beherrschen wie einst als Eiskunstläuferin.

Witt von besonderer Bedeutung

"Katarina Witt als Doppel-Olympiasieger ist für uns von besonderer Bedeutung. Sie ist unglaublich überzeugend und charmant auf dem internationalen Parkett und gibt dieser Bewerbung wirklich ein hervorragendes Gesicht", lobte Schwank.

Bei allem verhaltenen Optimismus wissen die Münchner aber auch, dass der kleine Vorsprung, den sie derzeit zu haben scheinen, bis zur Entscheidung schnell wieder verspielt werden kann.

"Die Rückmeldungen, die wir bekommen, zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wir haben auch kritische Anmerkungen bekommen, die wir in unsere Arbeit einfließen lassen werden", sagte Schwank.

BMI: Olympia-Bewerbung mit finanziellen Risiken

 


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