2018: Nächster Umweltverband plant Ausstieg

SID
Donnerstag, 16.09.2010 | 14:22 Uhr
Der Münchener Olympiabewerbung laufen die Umweltverbände weg
© Getty
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Die Naturfreunde planen als bereits vierter von ehemals sechs Umweltverbänden den Ausstieg aus der Umweltkommision München 2018, da die Ökologie kein "grünes Beiwerk" sein dürfe.

Die Naturfreunde planen als vierter Umweltverband den Ausstieg aus Münchens Olympiabewerbung für 2018. Wenige Tage, nachdem sich der Deutsche Naturschutzring (DNR) aus der Fachkommission Umwelt zurückgezogen hatte, kündigten die Naturfreunde für die Vorstandssitzung am 28. September eine negative Entscheidung an.

Damit wären mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) nur noch zwei der ursprünglich sechs Umweltverbände bei München 2018 an Bord. Allerdings hat der LBV der Olympia-Bewerbergesellschaft zu Wochenbeginn ein Ultimatum gestellt.Demnach müsse ein weitreichender Schutz der Bergwelt und Moore garantiert sein, ansonsten werde man sich nicht weiter engagieren.

"Wir sagen nein zur Bewerbung"

Die Naturfreunde haben sich dazu schon entschlossen. "Wie ich es sehe, werden wir Nein zur Bewerbung sagen", sagte Michael Müller, der Bundesvorsitzende der Naturfreunde, der "Süddeutschen Zeitung".

Die Ökologie habe in der Bewerbung nicht die Bedeutung, die ihr zukomme. Müller übte Kritik an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Demnach dürfe die Ökologie nicht "grünes Beiwerk" sein, sondern müsse ein zentrales Thema der Bewerbung werden. Ein paar engagierte Naturschützer in der Bewerbungsgesellschaft seien zu wenig.

Michael Vesper, Aufsichtsratschef der Bewerbungsgesellschaft, versicherte, dass man auf alle Bedenken der Naturschutzverbände eingegangen sei und weiter auf ihre Mitarbeit hoffe.

"Die Vision umweltverträglicher Spiele ist keineswegs gescheitert - im Gegenteil. Es handelt sich um das ehrgeizigste Umweltkonzept, das es in den letzten Jahrzehnten bei Olympia-Bewerbungen gegeben hat", hatte Vesper gesagt.

Naturschutzring kommt zu gleichem Ergebnis

Trotzdem waren der Bund Naturschutz und der Verein zum Schutz der Bergwelt frühzeitig ausgestiegen. Der Deutsche Naturschutzring kam zum gleichen Ergebnis, ebenso wie nun offenbar die Naturfreunde.

Kritik gibt es auch von den Grünen, allerdings an der Finanzierung der Bewerbung. Der Landesvorsitzende Dieter Janecek monierte, dass der neue Förderer Lotto Bayern zu 100 Prozent der bayerischen Finanzverwaltung gehöre.

Damit kommen laut Münchner Merkur 11,5 Millionen der gesicherten 24 Millionen Euro für die Bewerbung direkt oder indirekt aus öffentlichen Töpfen. Ziel von München 2018 war es eigentlich gewesen, das Bewerbungsbudget von 33 Millionen Euro von privaten Unternehmen zu erlösen.

Immerhin steht die Öffentlichkeit weiter hinter der Bewerbung. In einer Umfrage unterstützten 78,3 Prozent der Befragten München 2018.

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