Freitag, 08.08.2008

Olympia

"China ist bereit" - Olympia vor dem Startschuss

Peking - Wenige Stunden vor der Eröffnung der 29. Olympischen Spiele sind die Vorbereitungen für das größte Sportereignis der Welt abgeschlossen. "Peking ist bereit, China ist bereit", sagte Wang Wei, der Generalsekretär des Organisationskomitees BOCOG.

Olympia, Peking
© DPA

China und das chinesische Volk hätten lange auf diesen Tag gewartet. Wer am Abend das olympische Feuer vor 90 000 Zuschauern im Pekinger Nationalstadion entzünden wird, soll bis zuletzt ein Geheimnis bleiben.

Das Pekinger Wetteramt sagt für den Abend leichte Schauer voraus. Auch im Falle eines Unwetters soll die dreieinhalbstündige Zeremonie aber nicht abgebrochen werden. "Was immer passiert, die Eröffnungsfeier wird fortgesetzt", sagte Wang.

Besseres Wetter im September

Chinas Olympia-Organisatoren kritisierten in der Debatte um Hitze, Schwüle und Luftverschmutzung in Peking indirekt das Internationale Olympische Komitee (IOC). "Wir hätten die Eröffnungsfeier gerne viel später gehabt", sagte Wang Wei.

Im September sei das Wetter in Peking besser - "auch für die Athleten". Doch der Termin sei mit Blick auf den "internationalen Sportkalender" gewählt worden. Der August ist der feuchteste und schwülste Monat in Peking. Im September sind zudem die Temperaturen niedriger.

Vogelnest und Co.: Das Epizentrum der Sommerspiele
Keine Angst, das Olympiastadion steht nicht in Flammen. Hier wird die Eröffnungsfeier geprobt
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Keine Angst, das Olympiastadion steht nicht in Flammen. Hier wird die Eröffnungsfeier geprobt
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Herzstück der Spiele: National Stadium (o.l.), National Indoor Stadium (u.) und National Aquatics Center
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Herzstück der Spiele: National Stadium (o.l.), National Indoor Stadium (u.) und National Aquatics Center
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Der ganze Stolz der Gastgeber ist das Vogelnest, das erst kurz vor den Spielen fertig wurde
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Über 90.000 Zuschauer finden Platz. Die Architekten entwarfen auch die Münchner Allianz Arena
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Über 90.000 Zuschauer finden Platz. Die Architekten entwarfen auch die Münchner Allianz Arena
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36 Kilometer sind die Stahlstreben lang, die das charakteristische Geflecht bilden
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Die Leichtathletik-Wettbewerbe, das Fußball-Finale der Männer sowie die Anfangs- und Schlussfeier finden hier statt
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Nicht minder spektakulär als das Olympiastadion ist die Schwimmhalle
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Das National Aquatics Center wird allenthalben nur Wasserwürfel genannt
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Das National Aquatics Center wird allenthalben nur Wasserwürfel genannt
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Mit seiner Wabenoptik erinnert der Bau ebenfalls ans Münchner Fußballstadion
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Mit seiner Wabenoptik erinnert der Bau ebenfalls ans Münchner Fußballstadion
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Die 3000 aufblasbaren Kissen können in verschiedenen Farben leuchten
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Die 3000 aufblasbaren Kissen können in verschiedenen Farben leuchten
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Nach den Spielen kommt ein Freizeitbad in den Wasserwürfel
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Nach den Spielen kommt ein Freizeitbad in den Wasserwürfel
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Schwimmer, Synchronschwimmer und Wasserspringer sind hier aktiv. 17.000 Zuschauer passen rein
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Schwimmer, Synchronschwimmer und Wasserspringer sind hier aktiv. 17.000 Zuschauer passen rein
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Schmuck ist auch das National Indoor Stadium mit dem geschwungenen Dach
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Schmuck ist auch das National Indoor Stadium mit dem geschwungenen Dach
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Handballer, Turner und Trampolin-Artisten werden hier vor 18.000 Zuschauern um Medaillen kämpfen
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Handballer, Turner und Trampolin-Artisten werden hier vor 18.000 Zuschauern um Medaillen kämpfen
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Journalisten wurde der Zutritt verweigert

Zudem räumten die Olympia-Organisatoren erstmals Fehler ein. China sei noch ein Entwicklungsland, sagte Wang Wei. "Leider können wir nicht alle Probleme lösen." Obwohl die chinesische Organisation allgemein gelobt wird, hatte es in den vergangenen Tagen kleinere Pannen gegeben.

Die groß gewachsenen australischen Ruderer beklagten sich über zu wenig Platz in kleinen chinesischen Bussen. Der Fahrer einer Gruppe australischer Athletinnen verirrte sich auf dem Rückweg ins olympische Dorf. Und bei den Eingangskontrollen ins Medienzentrum wurde mehreren Journalisten trotz gültiger Akkreditierung der Zutritt verweigert.

Südkorea läuft vor Nordkorea ein

Bei der Eröffnungsfeier hat Südkorea die Nase vor Nordkorea. Die südkoreanische Mannschaft wird zuerst einziehen, dann sollen "zwei oder drei andere" Mannschaften folgen, bevor die Nordkoreaner die Arena betreten.

Das gab das BOCOG bekannt. Die Gründe seien "technischer Natur", sagte BOCOG-Generalsekretär Wang Wei. Bei den Spielen in Sydney und Athen waren die beiden koreanischen Teams noch gemeinsam eingezogen. IOC-Präsident Jacques Rogge hatte "politische Mächte" für die Trennung der beiden Mannschaften verantwortlich gemacht.

Fernsehsender ausgeschlossen

Zudem schloss das BOCOG den südkoreanischen Fernsehsender SBS von der Eröffnungsfeier aus. Der Sender hatte in der vergangenen Woche heimlich Aufnahmen von einer Generalprobe der Feier gemacht.

Die Organisatoren warfen dem Sender vor, damit auch die Rechte anderer Fernsehanstalten verletzt zu haben. "Man muss sich an die Regeln halten", sagte Wang Wei, "wir brauchen ethische Standards."

 

 

 

 


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