Sonntag, 03.08.2008

Olympia

Marathonläuferin Mikitenko peilt Olympia 2012 an

Peking - Die geplante Marathon-Strecke für die Olympischen Spiele in London 2012 hat sich Irina Mikitenko schon angesehen. "Ich muss jetzt auf jeden Fall positiv nach vorne gucken", sagte die 35 Jahre alte Olympia-Siebte von 2004 nach ihrer verletzungsbedingten Absage der Peking-Spiele.

Mikitenko
© Getty

"Wenn ich kann, möchte ich bis dahin weitermachen." Rücken- und Beckenprobleme machen ihren Start in der chinesischen Hauptstadt unmöglich. Nach ihrem Sieg beim London-Marathon im April galt sie als Medaillenkandidatin in Peking.

Deshalb hat das Olympia-Aus die in Kasachstan geborene Irina Mikitenko besonders schwer getroffen. "Ich bin sehr traurig, dass ich nicht hinfahren kann", sagte sie. ""Ich wollte eine Leistung abliefern, aber das ist in meinem jetzigen Zustand nicht möglich."

Beckenprobleme noch nicht exakt diagnostiziert

In der kommenden Woche sollen nähere medizinische Untersuchungen Aufschluss über die Ursache der Probleme der Langstrecklerin des TV Wattenscheid 01 geben. "Mehrere Ärzte haben mir schon bestätigt, dass es vom Becken her kommt", berichtete Mikitenko.

Trotz aller Traurigkeit will die zweimalige Olympia-Teilnehmerin am 17. August den Fernseher um zwei Uhr in der Frühe anschalten, um den Frauen-Marathon anzusehen. "Schauen werde ich schon", sagte sie. Dafür sei das Interesse einfach zu groß.

Die nur 1,58 Meter kleine Athletin mit dem großen Kämpferherz möchte aber in diesem Jahr selbst noch ins Wettkampf-Geschehen zurückkehren. "Vielleicht laufe ich im Herbst einen Marathon. Ich will aber nicht spekulieren über das Wann und Wo", sagte sie.

Vogelnest und Co.: Das Epizentrum der Sommerspiele
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Herzstück der Spiele: National Stadium (o.l.), National Indoor Stadium (u.) und National Aquatics Center
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Der ganze Stolz der Gastgeber ist das Vogelnest, das erst kurz vor den Spielen fertig wurde
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Über 90.000 Zuschauer finden Platz. Die Architekten entwarfen auch die Münchner Allianz Arena
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36 Kilometer sind die Stahlstreben lang, die das charakteristische Geflecht bilden
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Die Leichtathletik-Wettbewerbe, das Fußball-Finale der Männer sowie die Anfangs- und Schlussfeier finden hier statt
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Nicht minder spektakulär als das Olympiastadion ist die Schwimmhalle
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Das National Aquatics Center wird allenthalben nur Wasserwürfel genannt
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Mit seiner Wabenoptik erinnert der Bau ebenfalls ans Münchner Fußballstadion
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Die 3000 aufblasbaren Kissen können in verschiedenen Farben leuchten
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Nach den Spielen kommt ein Freizeitbad in den Wasserwürfel
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Schwimmer, Synchronschwimmer und Wasserspringer sind hier aktiv. 17.000 Zuschauer passen rein
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Schmuck ist auch das National Indoor Stadium mit dem geschwungenen Dach
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Handballer, Turner und Trampolin-Artisten werden hier vor 18.000 Zuschauern um Medaillen kämpfen
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DLV bedauert Absage

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) bedauerte die Absage seiner Vorzeigeläuferin. "Es ist schade, dass sie nicht starten kann. Aber sie hat immer noch Schmerzen. Dann hat es keinen Zweck", sagte Jürgen Mallow, der Leitende Bundestrainer des DLV.

"Die Mannschaft wird sich bei Olympia trotz der Absage auf einem ähnlichen Niveau wie bei der WM im letzten Jahr präsentieren." Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Osaka gewannen die DLV-Asse sieben Medaillen, 2004 bei den Athen-Spielen war es nur zwei Silberne.

Nach der Mikitenko-Absage gehören nun noch 60 DLV-Starter dem deutschen Olympia-Team an. Passen musste zuvor schon Diskus- Weltmeisterin Franka Dietzsch, die wegen ihrer Verdienste vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine "Wildcard" für Peking erhalten hatte.

Onnen ist ein weiterer Wackelkandidat

Ein weiterer Wackelkandidat ist noch der Hochspringer Eike Onnen. Der Hannoveraner verzichtete am Freitag auf seinen Start bei der DLV-Gala in Wattenscheid und klagt weiter über Fußproblemen.

Die erste Sportlergruppe des DLV reist an diesem Montag ins Trainingslager nach Shibetzu (Japan). Nach einer Akklimatisierung von sechs bis sieben Tagen werden die Leichtathleten nach Peking zu den jeweiligen Wettkämpfen weiterfliegen.


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