Mittwoch, 09.07.2008

Olympia

Kampf gegen die Algenpest im Segelrevier

Qingdao - Für die Veranstalter der olympischen Segelregatta im August vor Qingdao ist der Kampf gegen die Algenpest zum Wettlauf gegen die Zeit geworden.

130 000 Soldaten und Freiwillige haben sich in den vergangenen zwei Wochen an den Säuberungsmaßnahmen in der Fushan Bucht beteiligt. 31 Tage vor dem ersten Startschuss lähmt zudem hartnäckiger Nebel die Aktion.

32 Kilometer lange Barriere

Um ihre Reinigungserfolge bis zum Regattastart am 9. August zu sichern, haben die Organisatoren in den vergangenen Tagen damit begonnen, eine insgesamt 32 Kilometer lange Barriere zum Schutz des Reviers vor weiterem Algenbefall zu errichten.

Aufgrund dichten Nebels und Sichtweiten von unter 20 Metern mussten die Arbeiten zeitweilig unterbrochen werden. An der Errichtung waren rund 100 Schiffe beteiligt.

"Segeln in schwarz-weiß"

Die chinesische Regierung will das Revier bis zum 15. Juli gesäubert haben, damit die Aktiven ihre letzten Trainingseinheiten unter erträglichen Bedingungen durchführen können. Inzwischen ist der Befall der Gewässer von der blaugrünen Plage laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua von 32 auf 1,37 Prozent reduziert worden.

Der australische Coach und ehemalige Skiff-Weltmeister Euan McNicol versicherte in Qingdao: "Ich bin noch nie in einem Revier gesegelt, dass so verschmutzt ist wie dieses." DSV-Aktivensprecherin Ulrike Schümann sagte vor ihrer olympischen Premiere am Steuer der Kielyacht Yngling: "Segeln in Qingdao ist wie Segeln in schwarz-weiß - der Nebel schluckt alles."

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