Sonntag, 06.07.2008

US-Trials

Hoelzer schwimmt Weltrekord

Omaha - Ein Weltrekord, vier amerikanische Bestzeiten und jeweils ein weiterer Titel für Michael Phelps und Katie Hoff: Die Rekordflut hielt am siebten Tag der US-Trials in Omaha/Nebraska ebenso an wie die Dominanz der beiden "Goldfische".

Hoelzer, Schwimmen
© Getty

Für den Höhepunkt sorgte im Quest-Center Margaret Hoelzer (im Bild). Die 25 Jahre alte Weltmeisterin schwamm über die 200 Meter Rücken in 2:06,09 Minuten Weltrekord - es war ihr erster und der insgesamt neunte der Trials.

Bis zur Hälfte des Rennens war Hayley McGregory noch auf Bestzeit-Kurs und lag 45/100 Sekunden unter der Bestmarke von Kirstin Coventry aus Simbabwe (2:06,39).

Phelps will Spitz-Rekord

Dann zog Hoelzer jedoch mühelos an ihr vorbei. Letztlich musste sich McGregory auch noch der 15-jährigen Elizabeth Beisel (2:06,92) geschlagen geben und verpasste als Dritte wie schon über die 100 Meter Rücken erneut das Olympia-Ticket.

Das volle Peking-Programm ist indes Phelps und Hoff sicher. Beide komplettierten ihre Meisterschafts-Sammlung, holten mit jeweils fünf Titeln das Maximum und werden somit in fünf Olympia-Einzelrennen starten.

Während die 19 Jahre alte Hoff damit US-Schwimmgeschichte schreibt, hat Phelps die Chance, den Olympia-Rekord seines Landsmanns Mark Spitz von 1972 in München (7 x Gold) zu brechen. Neben den Einzelrennen tritt der 23-Jährige in allen drei Staffeln an.

Hoff düpiert Ziegler

"Bis Peking muss ich noch ein, zwei Sachen verbessern, vor allem meine Wenden. Insgesamt bin ich aber da, wo ich zum jetzigen Zeitpunkt sein wollte", befand der sechsmalige Olympiasieger, der das ewig brisante Duell über 100 Meter Schmetterling gegen Weltrekordler Ian Crocker klar gewann.

Dabei distanzierte Phelps (50,89 Sekunden) seinen Dauerrivalen auf dieser Strecke klar um 73/100. Hoff (8:20,81 Minuten) düpierte über 800 Meter Freistil Weltmeisterin Kate Ziegler (8:25,38).

"Diesmal will ich mich in Peking nur auf mich konzentrieren und alles andere drumherum ausblenden", meinte die Allrounderin. 2004 in Athen war sie mit 15 Jahren noch das Küken des US-Teams, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen und fuhr ohne Medaillen heim.

Hall verpasst Ticket

Über 50 Meter Freistil sahen die 16 000 Zuschauer das Karriere-Ende von Gary Hall Junior. Der 33 Jahre alte Olympiasieger von 2000 und 2004 verpasste als Vierter das Ticket zur Titelverteidigung.

"Das war ein unglaubliches Rennen und ich kann mit meiner Platzierung nicht einmal unzufrieden sein. Amerika hat auf der Sprintstrecke eine große Zukunft und wird die lange Tradition, zu der ich meinen Teil beitragen durfte, weiterführen", glaubt Hall. Meister wurde Garrett Weber-Gale in US-Rekordzeit (21,47) vor Ben Wildman-Tobriner (21,65).

Torres weiter stark

Bei den Frauen kraulte Oldie Dara Torres als Halbfinal-Schnellste in 24,38 Sekunden in den Endlauf am Sonntag. Am Vormittag hatte die 41-Jährige zunächst im Vorlauf ihren Landesrekord von 24,53 Sekunden an Lara Jackson (24,50) verloren.

Jessica Hardy verbesserte diese Marke dann im Halbfinale auf 24,48 Sekunden, konnte sich darüber aber nur ein paar Minuten freuen, ehe sich die vom Deutschen Michael Lohberg trainierte Torres ihre Bestmarke zurückholte.

"Es hat mich gewurmt, dass ich im Vorlauf nur Dritte wurde und zudem den Rekord verloren hatte. Mein Trainer hat mir daraufhin Grünes Licht für das Halbfinale gegeben. Das habe ich ausgenutzt", sagte Torres zufrieden.


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