Dienstag, 22.07.2008

Olympia

Generalprobe für DFB-Frauen in Norwegen

Frankfurt/Main - Trotz müder Beine sind die deutschen Fußball-Frauen gut gelaunt zu ihrer Olympia-Generalprobe nach Norwegen aufgebrochen.

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© Getty

Im letzten Länderspiel vor den Sommerspielen will sich der Weltmeister im Härtetest gegen den Vize-Europameister in Sandefjord den letzten Feinschliff für die "Operation Gold" holen. "Die Stimmung ist gut, alle ziehen an einem Strang. Priorität hat, dass wir uns weiter einspielen und als Mannschaft einen Schritt nach vorne machen", sagte Bundestrainerin Silvia Neid.

Timing verbessern

Nach einer letzten Trainingseinheit in Heusenstamm bei Frankfurt/Main hätten die 18 Spielerinnen zwar "ein bisschen müde" den Flieger bestiegen, berichtete Neid. Dennoch erwartet sie in der Neuauflage des EM-Finals von 2005, in dem die DFB-Auswahl mit 3:1 die Oberhand behielt, eine Leistungssteigerung gegenüber dem in der Vorwoche mit 3:0 gewonnenen Test gegen England.

"In der Defensive sind wir gerüstet. Wir wollen vor allem das Spiel nach vorne forcieren. Das muss runder laufen. Es geht um ein besseres Timing beim Passspiel und die Abstimmung der Laufwege", erklärte die Bundestrainerin.

Stammformation gefunden

Die Stammformation für das Olympia-Turnier, bei dem der zweimalige Weltmeister in der Vorrunde auf Vize-Weltmeister Brasilien, WM-Viertelfinalist Nordkorea und Afrika-Champion Nigeria trifft, hat Neid weitgehend gefunden. Deshalb wird sie am Mittwoch zunächst auf Experimente verzichten und die gleiche Elf wie gegen England auflaufen lassen. Erst in der zweiten Halbzeit wolle sie "Alternativen proben" und den Ersatzspielerinnen "Praxis auf hohem Niveau" geben.

Lediglich auf zwei Positionen hat sich Neid wohl noch nicht endgültig festgelegt. Im linken Mittelfeld kämpfen Fatmire Bajramaj vom Vizemeister FCR Duisburg und Melanie Behringer (Bayern München) um den Stammplatz. Als Sturmpartnerin von Rekordnationalspielerin Birgit Prinz kommen die beiden Frankfurterinnen Sandra Smisek und Conny Pohlers infrage. "Da die Spielerinnen vom Niveau her eng beieinander sind, schaue ich auch auf die Tagesform", sagte Neid.

Ausgeglichene Bilanz

Gegen Norwegen hat die DFB-Auswahl bisher 30 Länderspiele absolviert - so viele wie gegen keinen anderen Gegner. Bei 13 Siegen, 12 Niederlagen und 5 Unentschieden ist die Bilanz fast ausgeglichen.

Neid sieht die Partie nach der am vergangenen Freitag erfolgten Nominierung des 18-köpfigen Olympia-Kaders daher als echten Härtetest an, ehe es am 6. August im Eröffnungsspiel gegen Brasilien geht: "Für die Mannschaft ist dies die Chance, sich noch enger zusammenzuschweißen. Das Ergebnis ist mir egal, auch wenn ich natürlich lieber gewinne."


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