Montag, 14.07.2008

Nur noch wenige freie Plätze im Olympia-Aufgebot

Handball-Teams stehen zu 80 Prozent fest

Meran/Brixen - Das Puzzeln für Peking geht in die letzte Runde: Nach nur noch jeweils einem Länderspiel müssen die beiden deutschen Handball-Mannschaften ihr endgültiges Aufgebot für die Olympischen Spiele benennen.

Heiner Brand
© DPA

Wenn in Stuttgart die Weltmeister von Bundestrainer Heiner Brand und die Frauen seines Kollegen Armin Emrich zum zweiten Mal binnen 24 Stunden gegen Schweden antreten, sind die letzten Personalentscheidungen für den Saison- Höhepunkt gefallen.

"Die Nominierung für Peking wird nach den Doppel-Länderspielen von Männern und Frauen in Mannheim gegen Schweden vorgenommen und an den Deutschen Olympischen Sportbund weitergeleitet", sagte Horst Bredemeier, der Vizepräsident Leistungssport des Deutschen Handballbundes (DHB) in Brixen/Italien.

Deutschen Frauen mit Prestige-Erfolg

Dort hatten die Frauen mit dem 26:25 über Ex-Weltmeister Frankreich einen Prestigesieg gefeiert und sich dabei gegenüber der 29:31-Niederlage am Vortag deutlich gesteigert.

Auch die Männer hatten sich im Vorspiel beim wenig aussagekräftigen 47:18-Kantersieg gegen eine Südtiroler Regional-Auswahl gegenüber dem 53:34 vom Tag zuvor verbessert.

"Wir haben in der Abwehr besser gestanden, es hat deutlich besser funktioniert. Das war eine Steigerung um 100 Prozent", sagte Heiner Brand. Und Armin Emrich erklärte: "Wir haben besser gekämpft und verdient gewonnen."

Olympia-Kadergröße noch unklar

Dennoch hat sich trotz einer Stammformation in beiden Teams der komplette Peking-Kader weiter herauskristallisiert. Brand und Emrich erklärten, dass jeweils 80 Prozent ihres 14-köpfigen Olympia-Aufgebotes klar sind.

"Sofern alle fit bleiben", sagte Emrich. Allerdings steht noch nicht einmal genau fest, wie viele Spieler beziehungsweise Spielerinnen beide Trainer mit nach China nehmen dürfen. Denn sollte sich ein Akteur vor dem Viertelfinale verletzen, darf er ausgetauscht werden.

"Nun ist aber noch offen, ob jedes Team nur einen oder mehrere Austauschsspieler nominieren und somit mit nach Peking bringen darf", erläuterte Bredemeier. Eine endgültige Entscheidung zwischen Internationalem Olympischen Komitee (IOC) und Handball-Weltverband (IHF) soll in dieser Woche fallen.

Weltmeister bilden den Kern

Bei den Männern wird der Mannschafts-Kern wohl aus den Spielern bestehen, die im Vorjahr Weltmeister geworden sind. Fehlen wird jedoch Markus Baur wegen seiner Trainertätigkeit beim TBV Lemgo.

"Dadurch müssen wir auf der Spielmacherposition noch experimentieren", sagte Brand, der dem Neu-Großwallstädter Oliver Köhrmann eine gute Leistung auf dieser Position bescheinigte. Michael Kraus (Lemgo) ist als Nummer eins gesetzt. Auf Rechtsaußen spielte sich Christian Sprenger (Magdeburg) nach vorne.

Bei den Frauen dürfte es hingegen nur noch vakante Plätze auf der rechten Außenbahn und hinter Welthandballerin Nadine Krause (Kopenhagen) im linken Rückraum geben.


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