Freitag, 25.07.2008

Gastgeber gibt Aufgebot bekannt

China auf Gold-Jagd

Peking - Auf seiner Jagd nach Goldmedaillen schickt China sein bisher größtes Olympia-Aufgebot ins Rennen - und stellt damit auch alle anderen Teams zahlenmäßig in den Schatten.

Xiang Liu
© DPA

Chinas Basketballer Yao Ming, der Hürdenläufer Liu Xiang und die Wasserspringerin Guo Jingjing sind die Stars in dem nun offiziell in Peking vorgestellten 639-köpfigen chinesischen Kader.

Viele im Milliardenvolk erhoffen sich, dass möglichst viele aus diesem Team bei den Spielen in zwei Wochen am Ende der Wettkämpfe auf dem Siegertreppchen stehen.

Bei den ersten Olympischen Spiele auf chinesischem Boden will China auch erstmals den ersten Platz auf dem Medaillenspiegel schaffen.

Ziel ist der Sieg über die USA

Das chinesische Aufgebot ist noch größer als erwartet und liegt deutlich vor den USA mit 596 und Russland mit 470 teilnehmenden Athleten. Deutschland wird während der Spiele von 8. bis zum 24. August mit 436 Olympioniken vertreten sein.

Die chinesische Internetseite "Titan Sports" führte die überraschende Größe des chinesischen Teams unter anderem auf die Vorteile als Gastgeberland zurück, das sich zum Beispiel nicht wie die anderen Olympiamannschaften für die Fußballwettkämpfe der diesjährigen Spiele extra qualifizieren musste.

Chinas Athleten treten in allen 28 olympischen Sportarten an. Als heimliches Ziel haben die chinesischen Athleten für sich den Sieg über den Rivalen USA anvisiert.

Gewaltiger Druck

Bei den Olympischen Spielen in Athen hatte China 32 Mal Gold geholt und lag damit nur vier Medaillen hinter den USA auf dem zweiten Platz. "Der Schlüssel ist, ob China die Wettkämpfe in der Gymnastik und beim Fechten für sich entscheiden kann", erklärte "Titan Sports".

Der Triumph im eigenen Land scheint für die chinesischen Sportler zum Greifen nah. Der Druck, der auf den chinesischen Athleten lastet, ist angesichts der hohen Erwartungen gewaltig.

"Gewinnt Ruhm für unser Land", hat Staats- und Parteichef Hu Jintao bei einem Trainings-Besuch bei chinesischen Athleten gemahnt. "Ich hoffe, ihr könnt euer Bestes bei den Spielen zeigen", sagte er dem Basketball-Team.

Yao Ming weiter fraglich

Ausgerechnet NBA-Star Yao Ming hatte den chinesischen Olympia-Fans nach einer Verletzung jedoch schwere Sorgen bereitet. "Nur zwei Wochen noch, die Zeit wird eng", erklärte Yao Ming laut der amtlichen Nachrichtenagentur "Xinhua".

"Ich erhole mich gut und mein Fuß ist okay, aber ich habe noch Probleme mit meiner körperlichen Verfassung", sagte Yao Ming. Und der Olympia-Sieger über 110 Meter Hürden, Liu Xiang bemerkte: "Ich muss mich auf der Olympia-Strecke nur selbst besiegen."

Für 469 Sportler seien es die ersten Olympischen Spiele ihrer Karriere, erklärte der Vize-Delegationsleiter Duan Shijie. Das Alter des Aufgebots liege bei durchschnittlich 24,4 Jahren. Inklusive aller Funktionäre und Offiziellen umfasst die chinesische Delegation 1099 Personen.


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