Montag, 28.07.2008

SPOX-Medaillentipp, Teil 1

Weil sie immer Gold holen

München - Die Tendenz ist stark rückläufig. Mit nur 13 Mal Gold und insgesamt 49 Medaillen verbuchten die deutschen Olympioniken 2004 in Athen ihr schlechtestes Ergebnis seit der Wiedervereinigung. 

Werth, Isabell
© Getty

Doch was interessiert uns kurz vor Peking eigentlich Athen? Diesmal wird aller Schwarzmalerei zum Trotz alles viel besser.

SPOX sagt, welche deutschen Athleten bei den Spielen Edelmetall holen und warum sie das tun. Wir sind dabei durchaus optimistisch... was bleibt uns auch übrig.

Badminton 

Beim chinesischen Verband wurde Xu Huaiwen aufgrund ihrer geringen Körpergröße (1,60 Meter) als perspektivlos eingestuft. Europas Nummer 1 wird in Peking die passende Antwort geben und für Deutschland Bronze holen. Zu geringe Körpergröße! Wohl ein schlechter Witz.

Basketball 

Bronze. Ja, richtig gehört. Der eine oder andere fragt jetzt, ob wir zu blöd wären, die Auslosung zu lesen, die ja immerhin folgende Gegner vorsieht: USA, Spanien, Griechenland, China, Angola. Nein, sind wir nicht, wir wissen sogar, wie die andere Gruppe aussieht und das macht uns Hoffnung. Nowitzki und Co. können bis ins Halbfinale kommen. Noch was: Bei der Quali war Chris Kaman erst bei 70 Prozent. Der wird in Peking richtig rocken.

Beachvolleyball  

Bei den Männern geht es für Christoph Dieckmann und Julius Brink um eine Medaille. Die beiden Jungs sind konstant genug, um im Turnier weit zu kommen, doch gegen harte Konkurrenz muss auch ein bisschen Glück helfen - sagen wir mal Bronze. Und bei den Frauen? Ob Okka Rau und Stephanie Pohl oder Laura Ludwig und Sara Goller, ein Duo wird durchkommen und ebenfalls Bronze holen.

Dressur   

Isabell Werth (im großen Bild) holt die Goldmedaille. Warum? Warum nicht! Egal, mit welchem Pferd ("Satchmo" oder eben "Warum nicht") sie starten wird, Werth ist und bleibt die Dressur-Königin. Die deutsche Equipe holt sich Gold, weil sie immer Gold holt. Zuletzt acht Mal in Folge bei Olympischen Spielen. Elegante Piaffen und Pirouetten, perfekte fliegende Wechsel und Traversalen - das können wir eben am besten.

Fechten    

Säbelfechter Nicolas Limbach gewann 2005 bei der Junioren-WM die Goldmedaille
Säbelfechter Nicolas Limbach gewann 2005 bei der Junioren-WM die Goldmedaille
© Getty

In Nicolas Limbach (Säbel) dürfen wir die allergrößten Hoffnungen setzen. Auch wenn beide bei der EM zuletzt abstürzten, ist natürlich auch mit Peter Joppich (Florett) und Britta Heidemann (Degen) zu rechnen. Edelmetall werden alle drei erkämpfen und zwar in folgender Verteilung: Trotz geringer Erfahrung holt der 22-jährige Limbach Gold, Joppich gewinnt Silber, und Heidemann Bronze.

Fußball  

Okay, die Weltspitze rückt immer enger zusammen, aber das stört unsere Mädels nicht die Bohne, sondern macht sie nur stärker. Wer zwei Mal hintereinander Weltmeister wird (das letzte Mal ohne Gegentor!), holt jetzt Olympia-Gold. Das ist nun mal so.

Gewichtheben 

Seit Matthias Steiner nicht mehr Österreicher ist, sondern Deutscher, läuft es. In Peking wird sein Nationenwechsel mit Bronze im Superschwergewicht belohnt.

Handball  

Gold für den Weltmeister wird's geben. Wäre nur logisch nach dem EM-Triumph 2004 und dem WM-Titel 2007. Außerdem ist Blacky Schwarzer ja nicht für Spesen aus dem Ruhestand zurückgekommen. Zum wievielten Mal eigentlich?

Hockey   

Gold muss sein, allein schon wegen Flo Keller. Der Gute ist so ziemlich der einzige Keller der Welt, der nicht Olympiasieger ist. Damit er bei Familienzusammenkünften nicht länger am Katzentisch sitzen muss, sollten seine Kollegen für ihn alles geben. Das letzte Quäntchen fehlt, um den unglaublichen Coup der Athener Golden Girls zu wiederholen. Dass daran Natascha Keller Schuld haben soll, die ja schon Gold hat, ist völliger Blödsinn. Aber Bronze wird's für die Hockey-Mädels.

Judo    

Während die deutschen Männer nur zum Mitmachen dabei sind, greifen die Frauen voll an. Dabei heraus kommt einmal Gold für Yvonne Bönisch (Klasse bis 57 kg), einmal Silber für Michaela Baschin (Klasse bis 48 kg) und einmal Bronze für Heide Wollert (Klasse bis 78 kg).

Kanu           

Wer bei Olympia eine sichere Wette abschließen will, der tippt auf die deutschen Kanuten. Rauhe/Wieskötter, seit gefühlten 30 Jahren ohne Niederlage bei großen Wettkämpfen, werden auch diesmal wieder Gold nach Hause fahren. Dazu sehen unsere Mädels nicht nur viel besser aus als die Konkurrenz, sie sind auch noch schneller unterwegs. Zwar sitzt Biggi Fischer erstmals seit Menschengedenken nicht mit im Boot, doch dafür gibt's Fanny Fischer. Klare Sache also: 4 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze für unsere Kanuten.

Leichtathletik         

Stabhochsprung, Männer: Ob Stechkasten, Stab oder Latte - Raphael Holzdeppe ist prädestiniert für einen Erfolg beim erotischsten Olympia-Event. Bei der ersten Teilnahme gibt's gleich Bronze für den 18-jährigen Modellathleten.

Hochsprung, Männer: Schon mal auf Eike Onnens Homepage (eike-onnen.de) gewesen und seine grandiosen Blogs gelesen? Rechtschreibung ist nicht Eikes Stärke, dafür springt er in Peking am dritthöchsten.

Speerwurf, Frauen: Gold und Silber für Deutschland! Steffi Nerius siegt vor Christina Obergföll, weil die Jahrgangsbeste Barbora Spotakova des Dopings überführt wird, und Fidel Castro der kubanischen Weltrekordhalterin Osleidys Menendez die Ausreise verweigert.

Hochspringerin Ariane Friedrich hat eine Bestleistung von 2,03 Metern
Hochspringerin Ariane Friedrich hat eine Bestleistung von 2,03 Metern
© Getty

Hochsprung, Frauen: Ariane Friedrich holt nicht nur die Goldmedaille, sondern verbessert mit 2,11 Meter auch noch den 21 Jahre alten Weltrekord von Stefka Kostandinova (2,09 m). Topfavoritin Blanka Vlasic aus Kroatien schafft nur 2,10 m.

Diskus, Herren: Robert Harting ist der etwas andere Athlet. Nicht nur, dass er Landsmann Möllenbeck als Säufer beschimpft und von allen gehasst wird, er lässt sich auch noch mit seiner Freundin in Ketten ablichten. Ein Mann der Extreme. In Peking wird er extrem erfolgreich. Silber für Harting.

Siebenkampf, Frauen: Lilli Schwarzkopf gewinnt Silber, weil der Wind bei ihrer Paradedisziplin Weitsprung mit 5,0 m/sek. von hinten bläst und die Lilli erst bei 7,14 Meter landet.

Kugelstoßen, Frauen: Grandioser Zickenkrieg zwischen den beiden weißrussischen Favoritinnen Nadzeya Ostapchuk und Natallia Mikhnevich. Nadzeya zu Natalia: "Du bist ganz schön dick um die Hüften." Konter Natalia: "Und durch deinen Schwimmreifen passt ein Blauwal." Kugel-Evergreen Nadine Kleinert nutzt die Gunst der Stunde und gewinnt die Silbermedaille.

Hier geht's zum zweiten Teil: Von Military bis Wasserspringen

SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
Get Adobe Flash player

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.