Mittwoch, 04.06.2008

Schäuble nach seiner Asienreise

China mit Fortschritten in Dopingbekämpfung

Berlin - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble geht davon aus, dass die Olympischen Spiele in Peking "schöne Spiele" werden.

Der CDU-Politiker erklärte im Sportausschuss des Deutschen Bundestages, der chinesische Sport habe gerade auf dem Sektor der Dopingbekämpfung große Fortschritte gemacht.

"Die Horrorszenarien der letzten Jahre, dass Doping im Hochleistungssport der Volksrepublik eine große Rolle spielt, sind völlig unbegründet", sagte Schäuble. "Mein Eindruck ist, dass die Chinesen sich sehr anstrengen. Sie werden jedoch nicht sicherstellen, dass es in diesem großen Land kein Doping gibt."

Gemeinsame Absichtserklärung

Schäuble berichtete im Ausschuss über seine Besuchsreise vom 27. bis 29. April in Peking und stellte eine verabschiedete "gemeinsame Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Bereich des Sports" zwischen beiden Ländern vor.

Während seines Aufenthalts im Gastgeberland der Spiele traf er auch mit dem chinesischen Sportminister Liu Peng, der zugleich Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees der Volksrepublik ist, zusammen.

In dem Memorandum heißt es: "Beide Seiten bekunden ihren Willen, sich unregelmäßig zum Meinungsaustausch über den bilateralen Sportaustausch und internationale Sportangelegenheiten von gemeinsamem Interesse zu treffen."

Vergleich mit 1936 nicht angebracht

"Die Olympischen Spiele sind für China eine große Chance", erläuterte der Minister. "Es wird sich ein großes Maß an weiterer Öffnung des Landes vollziehen. Allerdings wird Olympia nicht das hervorbringen können, was die Politik bisher nicht leisten konnte."

Schäuble wies darauf hin, dass ein Vergleich der Spiele 2008 mit den Spielen 1936 in Berlin "nicht angebracht" sei: "Da sind die Chinesen sehr empfindlich, wenn sie mit den Nazis in Zusammenhang gebracht werden."

Schäuble unterstrich, dass Athleten, die während der Spiele mit dem Regelwerk des Internationalen Olympischen Komitees in Konflikt geraten, etwa weil sie sich mit Armbändern propagandistisch für die Einhaltung von Menschenrechten engagieren, die Konsequenzen zu tragen hätten.


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