Donnerstag, 05.06.2008

Deutsche Urgroßeltern

Kaman-Einbürgerung rückt näher

Hamburg - Dirk Nowitzki will vor dem olympischen Qualifikationsturnier keine Minute der Vorbereitung mit der deutschen Nationalmannschaft verpassen.

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© DPA

"Dirk hat mir in einem Telefongespräch gesagt, dass er von Anfang an dabei ist", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann auf einer Pressekonferenz in Hamburg. Sein NBA-Kollege Chris Kaman will den Star der Dallas Mavericks im Kampf um das Peking-Ticket unterstützen.

Der Centerspieler mit den deutschen Urgroßeltern wartet aber noch auf einen deutschen Pass. "Innerhalb der nächsten fünf bis sechs Tage wissen wir, wo wir stehen", berichtete DBB-Präsident Ingo Weiss.

Bauermann: "Chris wäre eine echt Verstärkung" 

"Ich würde mich sehr freuen, wenn es mit der Einbürgerung klappt, denn Chris wäre eine echte Verstärkung. Wenn nicht, werden wir uns ohne ihn für die Olympischen Spiele qualifizieren", sagte Bauermann.

Beim Qualifikationsturnier in Athen (14. bis 20. Juli) müssen die deutschen Basketballer unter die ersten Drei kommen, um das Ticket nach Peking zu lösen.

Für das erste Trainingslager vom 21. bis 27. Juni auf Mallorca hat Bauermann 19 Spieler nominiert. Spätestens zum vorletzten Länderspiel der DBB-Auswahl am 9. Juli in Hamburg gegen Kanada soll der Kader auf 14 Spieler reduziert werden.

FIBA willigt Einbürgerung ein 

Ob dann Kaman dabei ist, ist noch ungeklärt. Der Einbürgerungsantrag für den Clippers-Spieler liegt beim Innenministerium. Von dort wurde signalisiert, dass die Entscheidung bald fallen soll.

Sollte dem Antrag stattgegeben werden, wäre der 2,13 Meter große Profi mit den deutschen Urgroßeltern für Deutschland spielberechtigt. Der Weltverband FIBA hat nach Auskunft von DBB-Präsident Weiss seine Zustimmung gegeben, wartet nun auf den deutschen Pass für Kaman.

"Chris trainiert fleißig in Los Angeles und freut sich auf die deutsche Nationalmannschaft", sagte Weiss. Der DBB-Chef warnte davor, in der "Personalie Kaman" Druck auf die Behörde zu machen. "Wir warten in aller Ruhe ab. Alles andere würde im Innenministerium falsch ankommen."


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