Montag, 23.06.2008

Weitere 125 Sportler nominiert

Steffen, Hambüchen und Co.

Frankfurt/Main - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat das Olympia-Team bei der zweiten Nominierungsrunde auf 204 Sportlerinnen und Sportler aufgestockt.

olympia, britta, steffen, nominierung
© Getty

Allerdings wurden einige Medaillen-Hoffnungen wie Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch oder der Ruder-Achter noch einmal in die Warteschleife geschickt.

Bei seiner Sitzung in Frankfurt/Main vergab das DOSB-Präsidium an 60 Männer und 65 Frauen insgesamt 125 Tickets für die Olympischen Spiele vom 8. bis 24. August, nachdem 79 Athleten (39/40) bereits am 29. Mai benannt worden waren.

Mannschaft nimmt Konturen an

Zu den herausragenden Hoffnungen, die nominiert wurden, zählen Turn-Weltmeister Fabian Hambüchen, Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer sowie die Schwimm-Asse Britta Steffen und Helge Meeuw.

"Jetzt nimmt die Mannschaft Konturen an. Wir hoffen, dass sie auch erfolgreich sein und an das Ergebnis von Athen herankommen wird", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

Überraschend noch nicht nominiert wurden unter anderen Zehnkämpfer Andre Niklaus und Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf, die sich am Sonntag beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen für Peking qualifiziert hatten.

Dietzsch wahrscheinlich dabei

Von Niklaus liegt dem DOSB bislang noch keine unterzeichnete Athletenvereinbarung vor, die neben der Normerfüllung Grundvoraussetzung für die Nominierung ist. Insgesamt fehlte das Schriftstück von etwa 10 Olympia-Kandidaten."Wir konnten diese Athleten daher noch nicht nominieren", erklärte DOSB-Vizepräsident Eberhard Gienger.

Das endgültige Aufgebot für die Sommerspiele benennt der DOSB in einer dritten Nominierungssitzung am 15. Juli. Dann werden auch die sogenannten Härtefälle wie der der bisher ohne Olympia-Norm dastehenden Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch behandelt."Wir haben ihren Fall zurückgestellt, aber sie wird mit großer Wahrscheinlichkeit dabei sein", sagte Gienger.

Die 40 Jahre alte Neubrandenburgerin hat die Vorgabe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) aus gesundheitlichen Gründen bisher nicht erfüllen können.

440 bis 450 Sportler

"Sie soll erst einmal gesund werden und sich ohne Druck auf Olympia vorbereiten. Wenn es nicht in ihre Planungen passt, muss sie auch nicht an einem Wettkampf teilnehmen, um die Norm unbedingt ein zweites Mal zu schaffen. Wir werden uns am 15. Juli sehr wohlwollend mit ihrem Fall befassen", kündigte Vesper eine "Lex Dietzsch" an.

Insgesamt rechnet der DOSB-Generaldirektor mit einem Aufgebot von 440 bis 450 Sportlern. Dazu kommen 300 Personen aus dem großen Bereich der Mannschaftsbetreuung. Es wurden bereits 19 Ärzte und 34 Physiotherapeuten benannt.

"Wir haben alle Personen genau überprüft", sagte Vesper. Die "Problem-Fälle" wie der mit neuerlichen Dopingvorwürfen konfrontierte Dietzsch-Trainer Dieter Kollark werden erst am 15. Juli behandelt.

Verabschiedung vom Bundespräsidenten

Die deutsche Olympia-Mannschaft wird dann möglicherweise immer noch nicht komplett sein, weil die deutschen Basketballer vom 14. bis 20. Juli in Athen noch ein Qualifikationsturnier bestreiten.

Eine Nachnominierung ist bis zum Ende der Nominierungsfrist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) am 23. Juli möglich. Bereits am 7. Juli beginnt in Mainz die Einkleidung der deutschen Mannschaft, die am 26. Juli in Berlin feierlich von Bundespräsident Horst Köhler verabschiedet wird. Zwei Tage zuvor brechen bereits die ersten Sportler nach China auf.


Diskutieren Drucken Startseite
Get Adobe Flash player

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.