Sonntag, 29.06.2008

DBB-Team mit Schwächen gegen Polen

"Für den Anfang war das ganz okay"

Halle/Westfalen - Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen wartet auf die deutschen Nationalmannschaft noch jede Menge Arbeit.

Basketball, Deutschland, Dirk Bauermann, Dirk Nowitzki
© Getty

Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gewann im westfälischen Halle zwar das erste von insgesamt sechs Testspielen vor dem Qualifikationsturnier in Athen (14. bis 20. Juli) gegen Polen 76:62, offenbarte dabei aber noch zahlreiche Schwächen. Dennoch war Superstar Dirk Nowitzki nicht unzufrieden.

"Für den Anfang war das ganz okay. Wenn wir aber wirklich bei Olympia dabei sein wollen, muss die Kurve in den kommenden Tagen steil nach oben gehen", sagte der mit 18 Punkten erfolgreichste Werfer in der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB).

Hartes Training in den Knochen

Gegen den Gastgeber der Europameisterschaft 2009 steigerte sich Nowitzki und Co. nach katastrophalem ersten Viertel (9:14) und kamen am Ende zu einem ungefährdeten Erfolg.

"Man konnte nach der harten Trainingswoche auf Mallorca noch keine Wunderdinge erwarten", erklärte Bauermann nach der Länderspielpremiere im mit 9000 Zuschauern gut besuchten Gerry-Weber-Stadion. "Wir sind am Anfang nicht in die Gänge gekommen", bemängelte Nowitzki.

Ersatzspieler reißen das Ruder um

Dass der erste Auftritt der deutschen Korbjäger in der Heimat seit dem 26. August 2007 nicht zum Flop wurde lag nicht an der Starting Five mit Nowitzki, Sven Schultze, Robert Garrett, Steffen Hamann und Demond Greene, sondern an der starken Bank.

"Die Ersatzspieler haben unserem Team heute viel Energie gegeben. Das war sehr erfreulich", konstatierte der Bundestrainer. Allen voran der Neu-Frankfurter Konrad Wysocki (mit zwölf Punkten zweitbester Werfer) und der Bamberger Tim Ohlbrecht sammelten bei ihrem Debüt Pluspunkte.

"Schade, dass das Spiel schon vorbei ist. Es hat verdammt viel Spaß gemacht", meinte Ohlbrecht, der sich sechs Rebounds sicherte. "Tim war unter dem Korb ganz stark", lobte Bauermann den mit 19 Jahren jüngsten Akteur im Kader. Zu diesem gehört seit Samstag nicht mehr Dominik Bahiense de Mello.

Der Nationalcoach strich den Frankfurter bereits vor dem Spiel aus dem vorläufigen Aufgebot, setzte den 23-Jährigen aber dennoch ein. "Wir glauben, dass so ein wichtiges Turnier für ihn noch zu früh kommt. Er hatte sich sein erstes Länderspiel aber verdient", begründete Bauermann die Entscheidung.

Kampf um die Plätze im Kader

Nach dem zweiten Duell mit den Polen am Montag in Berlin und vor dem Supercup wird der Nationalcoach vermutlich weitere Spieler aus dem nun noch 15 Spieler umfassenden Kader streichen.

Allerdings machten ihm die weiteren Debütanten Rouven Roessler und Philip Zwiener die Entscheidung mit ihren couragierten Auftritten sehr schwer. "Sie haben ihre Leistungen von Mallorca bestätigt", sagte Bauermann zufrieden.

Ins Team zurück kehrt in seiner Heimatstadt Patrick Femerling, der in Halle noch geschont wurde. Sorgen bereitet dagegen weiter Ademola Okulaja, der sich wegen Rückenproblemen derzeit behandeln lässt.

"Bei ihm müssen wir abwarten. Es macht nur Sinn, ihn mitzunehmen, wenn er vollkommen fit ist", sagte Bauermann, der zudem weiter auf die Einbürgerung des Amerikaners Chris Kaman hofft: "Da können wir nur abwarten."


Diskutieren Drucken Startseite
Get Adobe Flash player

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.