Deutsche Tennis-Damen scheitern in Stuttgart

SID
Mittwoch, 03.10.2007 | 14:06 Uhr

Stuttgart - Die deutschen Tennis-Damen sind auch beim Stuttgarter WTA-Turnier nicht über eine Statistenrolle hinausgekommen. Beim hochkarätig besetzten Porsche-Grand-Prix scheiterte das Trio Martina Müller, Tatjana Malek und Julia Görges erwartungsgemäß bereits in der ersten Runde.

Lediglich die Weltranglisten-106. Malek deutete gegen das russische Power-Paket Nadja Petrowa ihr Potenzial im ersten Satz an, unterlag dann aber der Vorjahressiegerin noch deutlich 6:2, 1:6, 1:6. "Ich bin schon enttäuscht, weil mehr drin war. Ich hätte das Match gewinnen können", haderte die 20 Jahre alte Schwäbin über ihre verpasste Chance, einer Top-Ten-Spielerin den k.o. zu versetzen.

Dagegen hatte Martina Müller (Hannover) im Auftaktmatch des mit 650 000 Dollar dotierten Stuttgarter WTA-Turniers gegen die in der Weltrangliste 31 Plätze vor ihr liegende Vorjahresfinalistin Tatjana Golovin nicht den Hauch einer Chance.

15. Erstrunden-Aus für Müller 

Nach der 1:6, 1:6-Klatsche gegen die Französin versuchte die deutsche Nummer 1 ihr klägliches Scheitern zu entschuldigen: "Sie hat immer auf alles eine Antwort gewusst." Es war bereits das 15. Erstrunden-Aus der 24 Jahre alten Niedersächsin in dieser Saison. Müller, die im Dauerclinch mit Fed- Cup-Chefin Barbara Rittner liegt, erklärte nach einigen verbalen Ausweichmanövern: "Ich bin immer bereit, für Deutschland zu spielen."

Von der ebenfalls nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld gerutschten Julia Görges (Bad Oldesloe) war nicht mehr zu erwarten. Das 18 Jahre alte deutsche Tennis-Küken (WTA-Position 142) unterlag der Qualifikantin Julia Wakulenko (Ukraine) 4:6, 4:6.

Williams im Eiltempo ins Achtelfinale 

"Für mich war es einfach eine gute Erfahrung, hier antreten zu können. Aber ich kann auf jeden Fall besser spielen", sagte Görges, die sich im letzten Aufschlagsspiel eine Stunde vor Mitternacht wegen einer Knöchelverletzung noch behandeln lassen musste.

Im Eiltempo zog Tennis-Diva Serena Williams ins Achtelfinale ein. Die 26 Jahre alte US-Amerikanerin fertigte die völlig überforderte Tschechin Zuzana Ondraskova 6:0, 6:0 ab. "Ich habe ziemlich gut gespielt", sagte die achtmalige Grand-Slam-Gewinnerin, die nach acht Jahren Pause erstmals wieder um den Porsche-Sportwagen spielt.

Nästhäkchen Radwanska in zweiter Runde 

Neben den beiden Power-Frauen Petrowa und Williams zogen die Russin Jelena Dementjewa, die Israelin Shahar Peer und etwas überraschend Nesthäkchen Agnieska Radwanska in die zweite Runde ein. Dementjewa bezwang in einem hochklassigen Match die frühere Weltranglisten-Erste Amelie Mauresmo 6:2, 7:5. "Es ist traurig, so früh aus dem Rennen zu fliegen", sagte die Französin, die nach einer Blinddarm-Operation im März noch nicht zu ihrer alten Form zurückgefunden hat.

Die Polin Radwanska, die jüngste Spielerin in Stuttgart, verdarb ihrer in der Weltrangliste 25 Plätze höher liegenden Gegnerin Marion Bartoli den 23. Geburtstag durch einen 0:6, 6:2, 6:1-Erfolg. Peer schaltete die Italienerin Francesca Schiavone in zwei Sätzen 6:1, 7:6 (6) aus.

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