Fussball

Dynamo Dresden entlässt Coach Meier

Von dpa

Dresden - Nach einem Jahr und 14 Tagen ist das Kapitel Norbert Meier bei der SG Dynamo Dresden geschlossen. Der Verein beendete mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem 49-Jährigen und sorgte damit für die erste Trainerentlassung dieser Saison in der Fußball-Regionalliga Nord.

Mit der Entlassung reagierte der Klub auf die nicht zufrieden stellende sportliche Entwicklung der Mannschaft, durch die das Ziel dritte Profiliga in Gefahr geraten sei.

"Wir haben die bisherigen Spiele sehr genau analysiert und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber wir sind der Überzeugung, dass wir mit diesem Beschluss im Sinne und zum Wohle des Vereins gehandelt haben", sagte Dynamos Geschäftsführer Sport, Ralf Minge.

Querelen um Maik Wagefeld 

Bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers werde Amateur-Trainer Jan Seifert die Profimannschaft interimsweise betreuen und auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg II vorbereiten.

Die Querelen um Spielmacher Maik Wagefeld und die öffentliche Bloßstellung des früheren Rostockers nach der 1:2-Niederlage bei Kickers Emden dürften das ohnehin angeschlagene Verhältnis überstrapaziert und die Misere innerhalb der Mannschaft offenbart haben.

Nur Platz elf nach neun Spielen

"Ich mache mir um meine Person keine Sorgen", hatte Meier nach der Partie in Emden noch betont. Doch er vermochte es nicht, aus seinem riesigen Kader von 29 Spielern eine eingeschworene Truppe zu formen. Stattdessen stehen nach dem neunten Spiel nur sechs Treffer und Tabellenplatz elf zu Buche, der in der Endabrechnung den Abstieg in die Viertklassigkeit bedeuten würde.

Der frühere Nationalspieler und Bundesliga-Trainer hatte das Team am 10. September 2006 nach dem überraschenden Wechsel des Österreichers Peter Pacult zu Rapid Wien übernommen und besaß einen Vertrag bis 30. Juni 2008.

Petrik Sander ein Kandidat

Ein Nachfolger sei noch nicht gefunden, betonte die Vereinsführung. Als Kandidaten werden der frühere Dynamo-Spieler und -Trainer Eduard Geyer oder der in Cottbus entlassene Petrik Sander gehandelt.

"Wir sondieren den Markt genau, werden dann umgehend Gespräche führen und hoffen, möglichst schnell einen geeigneten Nachfolger präsentieren zu können", sagte Minge. Aus dem Vereinsumfeld war zu vernehmen, dass auch eine kostengünstige Lösung mit dem Sportdirektor in einer Doppelrolle diskutiert werde. Minges Vertrag als Co-Trainer der georgischen Nationalmannschaft läuft Ende des Jahres aus.

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