Wintersport

Doping-Skandal um Erfurter Arzt: Staatsanwaltschaft will Mark S. zügig vernehmen

SID
Im Teamhotel der österrreichischen Mannschaft in Seefeld wurden mehrere Doper gefasst.
© getty

Im Doping-Skandal um den Erfurter Sportarzt Mark S. will die Münchner Schwerpunktstaatsanwaltschaft zügig für Aufklärung sorgen. Ziel sei es, den verhafteten Mediziner "im Laufe der kommenden Woche" zu vernehmen, sagte Kai Gräber, der Leiter der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft, der Augsburger Allgemeinen (Mittwochausgabe).

Die Ermittlungen in München sind laut Gräber allerdings noch in einem frühen Stadium: "Die Blutbeutel sind gerade erst in München angekommen. Nun werden erst einmal die Spezialisten der Spurensicherung an die Arbeit gehen. Das muss alles sehr sensibel gehandhabt werden."

Der Staatsanwalt wies zugleich Spekulationen des österreichischen Skiverbands-Präsidenten Peter Schröcksnadel zurück, wonach dieser aus Ermittlerkreisen erfahren habe, dass auch deutsche Athleten in den Fall verwickelt sein könnten. "Dahingehend habe ich noch keine Erkenntnisse, aus meinem Ermittlerkreis kann er das nicht haben", sagte Gräber.

Am vergangenen Freitag hatte bereits Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, im ZDF erklärt: "Wir sind nach aktuellem Kenntnisstand davon überzeugt, dass deutsche Sportlerinnen und Sportler nicht betroffen sind."

Mark S. (40) und drei seiner Komplizen wurden am Mittwoch vergangener Woche im Rahmen der "Operation Aderlass" in Erfurt festgenommen. Der Mediziner soll Drahtzieher eines international agierenden Dopingnetzwerkes sein, das auch bei der Ski-WM in Seefeld sein Unwesen trieb.

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