Wintersport

Biathlon-Weltcup: Dahlmeier in der Verfolgung von Antholz auf Rang zwei

SID
Laura Dahlmeier stürmt in der Verfolgung über 10 km auf Platz zwei.
© getty

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier aus Partenkirchen ist beim Biathlon-Weltcup in Antholz dank einer nahezu fehlerfreien Vorstellung auf das Podest gestürmt. In der Verfolgung über 10 km, der absoluten Lieblingsdisziplin der 25-Jährigen, lief Dahlmeier nach einer Strafrunde hinter der Italienerin Dorothea Wierer auf Rang zwei. Platz drei ging an Wierers Landsfrau Lisa Vittozzi.

Dahlmeier eine Verfolgungsexpertin zu nennen, wäre maßlos untertrieben. Mehr als die Hälfte ihrer Weltcup-Siege hat die Doppel-Olympiasiegerin allein in dieser Disziplin errungen, die Jagd auf die Rivalinnen spornt sie regelmäßig zu Höchstleistungen an. Und auch am Samstag lieferte Dahlmeier mal wieder eine Kostprobe ihrer beeindruckenden Fähigkeiten ab, als sie beim Weltcup in Antholz über 10 km auf den zweiten Rang stürmte.

Dahlmeier hatte bei der Verfolgung "unheimlich viel Spaß"

"Podestplätze sind immer etwas Besonderes. Ich freue mich wahnsinnig, es war wieder ein Schritt nach vorne", sagte Dahlmeier, die bereits zehnmal im unterhaltsamen Jagdrennen triumphiert hatte. Für Nummer elf, der gleichbedeutend mit dem insgesamt 20. Weltcup-Sieg gewesen wäre, fehlten der siebenmaligen Weltmeisterin nur 6,0 Sekunden.

Aufgrund der Umstände fühlte sich die ersehnte Podestplatzierung aber "ein bisschen wie ein Sieg" an, wie Dahlmeier versicherte. Denn die Bayerin konnte zwar die Italienerin Dorothea Wierer auf der letzten Runde nicht mehr einfangen, dafür aber deren Landsfrau Lisa Vittozzi. "Es hat wieder unheimlich viel Spaß gemacht, ich bin sehr happy", sagte Dahlmeier, hinter der wahrlich keine leichte Zeit liegt.

Bergtour in malerischer Landschaft lädt Akkus wieder auf

Aufgrund gesundheitlicher Probleme hatte die Deutsche in dieser Saison zahlreiche Stationen ausgelassen, die Verfolgung in Antholz war erst ihr sechstes Weltcup-Rennen. Nach einer schwachen Leistung am vergangenen Sonntag in Ruhpolding wurden zudem Zweifel an ihrer Verfassung laut - die mit Platz vier im Sprint und Rang zwei im Verfolger aber entkräftet wurden.

"Ich muss nur über den Brenner fahren und weiß, dass es hier dann gute Rennen werden", sagte Dahlmeier, die zwischen Sprint und Verfolgung mit einer Bergtour die Akkus wieder aufgeladen hatte. Die malerische Landschaft in Südtirol, das stimmungsvolle Publikum und nicht zuletzt die schönen Erinnerungen machen das Dorf auf über 1600 Metern Höhe zu einem ihrer absoluten Lieblingsorte. "Ich liebe Antholz", sagte sie.

Ihre vergangenen vier Erfolge hatte Dahlmeier - natürlich - im Verfolgungsrennen gefeiert, den letzten davon vor einem Jahr in Antholz. Bis zum dritten Schießen deutete am Samstag vieles auf einen weiteren Sieg hin. In Führung liegend büßte Dahlmeier dann wegen einer Strafrunde aber jene Sekunden auf Wierer ein, die ihr am Ende fehlten.

Biathlon-Weltcup: Die weiteren Termine

Am Sonntag bilden die beiden Massenstarts (ab 12.45 Uhr im Liveticker) den Abschluss des zweiten Saisontrimesters. Nach einer kurzen Pause reisen die Skijäger nach Übersee, wo in Canmore/Kanada (ab 7. Februar) und in Soldier Hollow/USA (ab 14. Februar) die letzten beiden Weltcups vor der WM in Östersund (ab 3. März) stattfinden.

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