Wintersport

Tour de Ski: Weng und Cologna nach Massenstart die Favoriten auf Tour-Sieg

SID
Dario Cologna ist nicht nur der Favorit auf den Sieg bei der Tour de Ski, sondern auch ein heißer Kandidat auf Gold bei den Olympischen Spielen
© getty

Heidi Weng (Norwegen) und der dreimalige Olympiasieger Dario Cologna (Schweiz) gehen als Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in den letzten Tag der Tour de Ski.

Während Weng am Samstag im italienischen Val di Fiemme das klassische Massenstartrennen über 10 km gewann und sich ganz nah an die Gesamtführende Ingvild Flugstad Östberg heranschob, belegte Cologna in der anschließenden Herrenkonkurrenz über 15 km Platz vier und verteidigte seinen Vorsprung im Tour-Klassement.

Vor der finalen Bergverfolgung am Sonntag (ab 11.30 Uhr im LIVETICKER) hinauf zur Alpe Cermis haben Weng und Cologna nun alle Trümpfe in der Hand. Zwar ist Weng in der Gesamtwertung zunächst weiter Zweite hinter Östberg (1:48:43,2 Stunden), verkürzte jedoch den Abstand dank der Zeitbonifikation von 57 auf nur noch 1,8 Sekunden. Zudem ist Weng die wesentlich bessere Läuferin am Berg. Östberg hatte den Massenstart lediglich als Fünfte (35,5 Sekunden zurück) beendet.

Tour de Ski: Ustjugow schwächelt - Böhler größte deutsche Hoffnung

Cologna liegt bei den Herren insgesamt 1:14,4 Minuten vor dem Kasachen Alexei Poltoranin, der den Massenstart gewann. Verlierer des Tages war der russische Vorjahressieger Sergej Ustjugow. Als schwacher 14. der Tageswertung fiel er im Gesamtklassement von Rang zwei auf den dritten Platz zurück und büßte mit nun 1:21,5 Minuten Rückstand auf Cologna seine Chancen auf den Tour-Sieg wohl ein.

Aus deutscher Sicht bleibt bei den Frauen Stefanie Böhler (Ibach) die größte Hoffnung in der Gesamtwertung. Nachdem Top-Läuferin Nicole Fessel nach dem zweiten Tour-Stopp in ihrer Heimat Oberstdorf auf Rang sechs liegend ausgestiegen war, ist Böhler vor dem letzten Tag Gesamtzwölfte. Am Samstag lief sie auf Platz 19.

Einen Platz vor ihr verpasste Katharina Hennig (Oberwiesenthal) Platz 15 und damit die halbe Olympia-Norm knapp. Pia Fink (Bremelau) kam auf Rang 31 als Vorletzte ins Ziel. Von den ursprünglich zehn in die Tour gestarteten deutschen Athletinnen sind nur Böhler, Hennig und Fink übrig geblieben. Alle anderen schonen sich für Olympia in Pyeongchang (9. bis 25. Februar).

Bei den Männern waren alle Starter des DSV bis auf Youngster Janosch Brugger (Schluchsee) nach Italien gereist. Am Samstag enttäuschten sie jedoch einmal mehr kollektiv. Jonas Dobler (Traunstein) kam als bester Deutscher auf Rang 31. Der Rhöner Thomas Bing, als einziger DSV-Athlet bislang für die Winterspiele qualifiziert, blieb nach den guten Resultaten der vergangenen Tage auf Platz 42 ebenfalls unter seinen Möglichkeiten.

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