Nur einer kam durch: Die Dreifach-Sieger der Tournee im Überblick

SID
Freitag, 05.01.2018 | 17:00 Uhr
Sven Hannawald gewann 2001/2002 alle vier Springen
© getty
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In der Geschichte der Vierschanzentournee ist Kamil Stoch der zehnte Skispringer, der mit drei Tagessiegen (4. Springen ab 17 Uhr im LIVETICKER) startete - den "Grand Slam" konnte nur Sven Hannawald vollenden. Die Dreifach-Sieger im Überblick.

Olaf B. Björnstad (Norwegen - 1953/54)

  • Platzierung in Bischofshofen: 3. - Gesamtplatz: 1.

Schon im zweiten Jahr der Tournee-Geschichte griff Björnstad nach dem makellosen Triumph. In Bischofshofen verlor er dann aber gegen Österreichs Legende Sepp Bradl und seinen Landsmann Arnfinn Bergmann. Den Gesamtsieg ließ er sich aber nicht mehr nehmen - es sollten die einzig nennenswerten Erfolge in Björnstads Karriere bleiben.

Helmut Recknagel (DDR - 1958/59)

  • Platzierung in Bischofshofen: 15. - Gesamtplatz: 1.

Dreimal Tourneesieger, zweimal Weltmeister, einmal Olympiasieger: Recknagel gewann fast alles, zum "Grand Slam" reichte es aber auch für die ostdeutsche Skisprung-Ikone trotz fünf Tagessiegen in Serie nicht. Recknagel gewann die letzten zwei Springen der Tournee 1957/58 und die ersten drei 1958/59. Dann aber stürzte er im ersten Durchgang von Bischofshofen, die Tagesbestweite im zweiten Sprung reichte nur noch zu Platz 15, der Gesamtsieg geriet aber nicht in Gefahr.

Max Bolkart (BRD - 1959/60)

  • Platzierung in Bischofshofen: 4. - Gesamtplatz: 1.

Als die DDR-Asse um Recknagel auf Geheiß ihrer Sportführung nicht bei der Tournee antreten durften, weil DDR-Flagge und -Hymne auf bundesdeutschem Gebiet für unerlaubt erklärt worden waren, ergriff Bolkart die Gunst der Stunde und marschierte durch die ersten drei Springen. Wie bei Recknagel im Jahr zuvor riss die Serie in Bischofshofen mit Platz vier, wie sein DDR-Rivale holte Bolkart aber den Tourneesieg.

Toralf Engan (Norwegen - 1962/63)

  • Platzierung in Bischofshofen: 4. - Gesamtplatz: 1.

Auch Engans Erfolgssammlung erstreckte sich von Tournee über WM bis Olympia, doch auch ihm gelang der Durchmarsch nicht - Platz vier gab es zum Abschluss in Bischofshofen. Der Vorsprung im Gesamtklassement fiel mit 51 Punkten dennoch opulent aus.

Björn Wirkola (Norwegen - 1968/69)

  • Platzierung in Bischofshofen: 2. - Gesamtplatz: 1.

So nah dran am Vierfachsieg wie Wirkola war zuvor niemand: Zweiter wurde der große Norweger in Bischofshofen hinter seinem tschechischen Rivalen Jiri Raska - den Gesamttriumph vor Augen war er zum Abschluss nicht mehr mit letztem Risiko gesprungen. Einzigartig war Wirkolas sportliches Wirken dennoch: 1971 wurde er als Stürmer mit Rosenborg Trondheim norwegischer Fußballmeister.

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