Wintersport

Deutsche nach Patzer ohne Team-Medaille

SID
Andreas Wellinger und sein Team verpassten die Medaillen-Ränge

Die deutschen Skispringer haben zum Abschluss der WM in Lahti eine Medaille im Team-Wettbewerb verpasst. Nach einem Absturz des Willingers Stephan Leyhe im zweiten Durchgang reichte es für das DSV-Quartett um den zweifachen Vize-Weltmeister Andreas Wellinger nur zu Platz vier.

Hinter dem neuen Weltmeister Polen holten Norwegen und Österreich Silber und Bronze.

Leyhe, der den Vorzug vor dem Oberstdorfer Karl Geiger bekommen hatte, war im zweiten Durchgang bei stark wechselnden Winden nur auf 103,5 m gesprungen - 34,5 m weniger als der Schanzenrekord, den der Norweger Johann Andre Forfang kurz vor ihm erzielt hatte. Die DSV-Adler, die vorher klar auf Medaillenkurs gelegen hatten, fielen vorentscheidend zurück.

Zwar konnte das deutsche Team nach einem Patzer von Österreichs Sorgenkind Gregor Schlierenzauer noch einmal knapp vorbeiziehen, im letzten Durchgang war Austrias Doppel-Weltmeister Stefan Kraft aber deutlich stärker als Wellinger, der seine vierte Medaille im vierten WM-Wettkampf verpasste.

Wellinger (130,5+119,5 m), der Normalschanzen-Dritte Markus Eisenbichler (130,5+130,5) sowie Richard Freitag (128,5+124,0) und Leyhe (Willingen/124,5+103,5) lagen nach acht Sprüngen mit 1052,9 Punkte deutlich hinter Österreich (1068,9). Die überlegenen Polen sicherten sich mit 1104,2 Punkten hochverdient ihren ersten Team-Titel vor Norwegen (1078,5).

Für die DSV-Adler setze sich damit eine unglückliche Beziehung zu den Mannschafts-Wettbewerben von der Großschanze bei Weltmeisterschaften fort. Seit dem WM-Titel 2001 gab es nur noch 2013 mit Silber in Val di Fiemme eine Medaille.

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