Wintersport

2021 keine Biathlon-WM in Tjumen

SID
Die WM wird 2021 nicht in Tjumen stattfinden

Nach den schwerwiegenden Dopinganschuldigungen gegen die russischen Skijäger wird die Biathlon-WM 2021 nicht in Tjumen stattfinden. Wie der Weltverband IBU am Mittwoch nach einem außerordentlichen Kongress im österreichischen Hochfilzen mitteilte, soll der russische Verband RBU die Veranstaltung bis zum 24. Februar offiziell zurückgeben.

Ansonsten entzieht die IBU den Russen das Event. Die WM soll beim ordentlichen Kongress 2018 neu vergeben werden.

"Ich finde es zum derzeitigen Zeitpunkt richtig, dass man diese Konsequenz gezogen hat", sagte Präsident Franz Steinle vom DSV: "Es besteht noch die Möglichkeit, dass Tjumen selbst zurückzieht, und anschließend greift der IBU-Vorstandsbeschluss, dass die WM dann weg ist. Darüber wird im September 2018 neu entschieden."

Weiterhin wurde einen Tag vor dem Start der Weltmeisterschaften beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit den weitreichenden Forderungen der Athleten an die IBU beschäftigt und neue Vorschläge erarbeitet. Rund 170 Sportler, darunter auch die deutschen Topathleten um Laura Dahlmeier, hatten in einem gemeinsamen Brief härtere Strafen gegen Dopingsünder und deren nationale Verbände gefordert.

Nach den Wünschen der Biathleten sollen die Sperren unter anderem auf bis zu acht Jahre erhöht werden, zudem sollen die Verbände bei Vergehen Startplätze verlieren und finanziell härter sanktioniert werden.

Nachdem Chefermittler Richard McLaren in seinem Bericht festgestellt hatte, dass zu den dopingverdächtigen Athleten aus Russland 31 Biathleten gehören, hatte die IBU zwei Sportler vorläufig gesperrt und von weiteren Untersuchungen gegen die 29 anderen gesprochen. Später wurden Ermittlungen gegen 22 von ihnen aus Mangel an Beweisen fallen gelassen. Der russische Verband RBU hatte zudem im Zuge der Ermittlungen den Weltcup im März in Tjumen und die Junioren-WM in Ostrow im Februar mehr oder weniger freiwillig zurückgegeben.

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