Rückschlag für Ihle bei Sprint-WM in Calgary

SID
Sonntag, 26.02.2017 | 23:35 Uhr
Nico Ihle patzte bereits am Start

In Rekordtempo raste Nico Ihle der nächsten WM-Medaille entgegen, doch dann geriet Deutschlands schnellster Eisschnellläufer ins Straucheln: Trotz nationaler Bestleistungen hat Ihle bei der Sprint-WM in Calgary/Kanada das Podest verfehlt.

Der Chemnitzer, der am Samstag deutsche Rekorde über 500 m (34,37 Sekunden) und 1000 m (1:07,16 Minuten) gelaufen war und zwischenzeitlich den zweiten Platz belegt hatte, musste sich nach einem durchwachsenen zweiten Wettkampftag mit dem achten Rang der Gesamtwertung zufrieden geben. Mit 136,855 Punkten verbesserte Ihle dennoch seinen vier Jahre alten deutschen Bestwert im Sprint-Vierkampf.

Gold ging an den Niederländer Kai Verbij, der mit 136,065 Punkten für einen Weltrekord sorgte. Zweiter wurde der Norweger Havard Holmefjord Lorentzen (136,280) vor Kjeld Nuis (Niederlande/136,300). Der zweite deutsche Starter Joel Dufter (Inzell/138,320) stellte am Wochenende persönliche Bestzeiten über 500 m (35,00) und 1000 m (1:07,88) auf, kam aber nicht über den 16. Platz hinaus.

Ihle hatte die erste Medaille eines deutschen Läufers bei einer Sprint-WM seit 26 Jahren fest im Blick, knüpfte am Sonntag aber nicht an die starken Leistungen der Vorwochen an. Zwei Wochen nach 500-m-Silber bei der Einzelstrecken-WM in Südkorea patzte Ihle am Sonntag über die Kurzdistanz und erreichte das Ziel erst nach 35,03 Sekunden. Über 1000 m (1:07,75) war er ebenfalls langsamer als am Vortag - so bleibt Uwe-Jens Mey letzter deutscher Medaillengewinner bei einer Sprint-WM. 1991 hatte er in Inzell Silber im Vierkampf gewonnen. Der letzte Titel durch Erhard Keller (1971) liegt sogar 46 Jahre zurück.

Hirschberger beste Deutsche

Das beste deutsche Ergebnis bei den Frauen erzielte Gabriele Hirschbichler (151,410). Die 33-Jährige aus Inzell stellte über beide Strecken persönliche Bestzeiten (38,31/1:14,49) auf und belegte in der Gesamtwertung den 14. Rang. Roxanne Dufter (Inzell/153,840) belegte den 21. Platz vor Judith Dannhauer (Erfurt/153,840) auf Rang 22. Gold ging mit Weltrekord (146,390) an die Japanerin Nao Kodaira, die drei Läufe für sich entschied.

Die vorolympische Saison endet für Ihle und Co. in zwei Wochen mit dem Weltcup-Finale in Stavanger/Norwegen (10. bis 12. März).

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