Wintersport

Verzögerung bei Analyse der Dopingproben

SID
Das Thema Doping lässt den Biathlon nicht los

Die Analyse der Dopingproben, die am vergangenen Mittwoch mehreren kasachischen Biathleten unmittelbar vor dem WM-Auftakt in Hochfilzen entnommen worden waren, zieht sich weiter hin. Wie die Nationale Anti-Doping Agentur Österreichs dem SID am Montag mitteilte, liege noch kein Ergebnis vor.

"Die Proben sind am Donnerstag bei uns eingegangen und wurden priorisiert untersucht. Näheres ist mir noch nicht bekannt", sagte NADA-Pressesprecher David Müller.

Ein negatives Ergebnis würde die NADA ohnehin nicht mitteilen. Und sollten bei den Untersuchungen die Resultate auf beispielsweise EPO-Missbrauch hindeuten, "müsste zunächst noch einmal eine Bestätigungsanalyse durchgeführt werden, um ganz sicher zu gehen." Dies würde dann noch einmal mehrere Tage in Anspruch nehmen.

In der vergangenen Woche hatten Beamte des österreichischen Bundeskriminalamtes (BK) bei einer Razzia im kasachischen Teamhotel "zahlreiche medizinische Produkte und Medikamente" sichergestellt. Es war ein lange geplanter Einsatz von rund 30 Beamten, nachdem es zuvor Hinweise auf verdächtige Handlungen gegeben hatte.

Verdächtiger Karton wurde kasachischem Team zugeordnet

Im Januar, so die Mitteilung des BK, sei beobachtet worden, wie Insassen mehrerer Kleinbusse an einer Tankstelle in Osttirol einen großen Karton entsorgt hätten. Im Karton befand sich demnach "eine beträchtliche Menge an gebrauchtem medizinischen Einwegmaterial wie Einwegspritzen, Infusionen und Ampullen sowie handschriftliche Aufzeichnungen, die auf einen Dopingvorgang schließen ließen." Zudem wurden diverse Akkreditierungen für IBU-Veranstaltungen gefunden.

Die medizinischen Produkte und Medikamente wurden einem Kontrollorgan der NADA Österreich übergeben. Nach Auswertung der Dokumente wurde der Karton samt Inhalt dem kasachischen Biathlon-Team zugeordnet.

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