Wintersport

Bronze für Neureuther - Hirscher gewinnt Gold

SID
Felix Neureuther darf sich wenigsten über eine Bronzemedaille freuen

Felix Neureuther hat im wohl letzten WM-Rennen seiner Karriere völlig überraschend die Bronzemedaille gewonnen. Bei den 44. alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz belegte er im Slalom hinter dem überragenden Doppel-Weltmeister Marcel Hirscher (Österreich) und dessen Landsmann Mario Feller den dritten Rang.

"Es ist alles sehr emotional für mich, das ist echt sehr speziell mit den Problemen, die ich die letzten Tage hatte, da kommen alle Karrierestationen hoch, der ganze Weg", sagte Neureuther und ergänzte: "Ich denke, es sind doch meine letzten Weltmeisterschaften, schöner kann's nicht werden als hier in St. Moritz."

Neureuther gelang zugleich Historisches: Er ist der erste Alpine, der bei drei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften eine Medaille im Slalom gewann. Für den Deutschen Skiverband war es die einzige Podestplatzierung in St. Moritz.

Nach seiner Aufholjagd im zweiten Durchgang flossen beim Deutschen sogar ein paar Tränen. "Eigentlich war ich mir sicher, dass es nicht reicht. Aber so ist der Skisport", so Neureuther nach Rennende.

"Mit Felli und Marcel da auf dem Podest zu stehen ist ganz speziell. Da war so viel Druck, auch von den Medien. Vielleicht war das hier meine letzte Weltmeisterschaft, da kommt alles hoch", so Neureuther dem im Interview mit dem deutschen Fernsehen dicke Krokodils -Tränen über die Wangen kullerten. "Normal bin ich nicht so eine Pussy, aber das heute ist einfach heftig."

Neureuthers langjähriger Rivale Marcel Hirscher krönte sich im letzten der elf Wettbewerbe zum König dieser WM. Nach Silber in der Kombination und seinem ersten Gold überhaupt in einem Riesenslalom gewann der Österreicher zum zweiten Mal nach 2013 den Titel im Slalom. Das "Double" war zuletzt dem Italiener Alberto Tomba 1996 in der Sierra Nevada/Spanien gelungen.

Starßer und Co. ohne Sensation

Die weiteren Deutschen konnten für keine Überraschung sorgen. Bester war noch Linus Straßer auf Rang 20, 0,01 Sekunden vor Dominik Stehle auf Rang 21. Stefan Luitz, 14. im Riesenslalom am Freitag, verlor im ersten Lauf seinen Schienbeinschoner, holte sich dadurch blaue Flecken am linken Bein, und durfte im zweiten Durchgang nur als 34. an den Start gehen. Er wurde am Ende 28.

Die Österreicher zogen durch den Sieg von Hirscher im Medaillenspiegel noch an der Schweiz vorbei. Beide gewannen dreimal Gold, Team Austria aber hatte am Ende zwei Silbermedaillen mehr.

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