Biathlon: Russland-Coach spürt gewisse Ohnmacht wegen der Doping-Problematik

Gross: Doping nicht nur russisches Problem

SID
Dienstag, 10.01.2017 | 15:24 Uhr
Ricco Groß äußert sich zu den Doping-Problematiken in Russland
Advertisement
NBA
Live
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Viertelfinale
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Halbfinale & Finale
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn
NBA
Warriors @ Hornets
European Challenge Cup
Toulouse -
Lyon
NHL
Islanders @ Penguins
NHL
Flyers @ Canucks
NBA
Rockets @ Jazz
European Rugby Champions Cup
Glasgow -
Montpellier

Russlands Trainer Ricco Groß spürt angesichts der Doping-Problematik in seiner beruflichen Heimat eine gewisse Ohnmacht. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte der viermalige Olympiasieger aus dem Erzgebirge, dass man sich als einzelner Trainer nicht sicher sein könne.

"Ich bringe sie nicht ins Bett und decke sie nicht zu. Man kann bei keinem sicher sein, dass er sauber ist."

Der Weltverband IBU hat zwei der 31 im McLaren-Bericht genannten russischen Biathleten vorläufig gesperrt, gegen 29 weitere Skijäger aus Russland wurden Untersuchungen eingeleitet. Namen wurden noch nicht bekannt. Groß ist seit 2015 Coach in Russland, das im McLaren-Report enthüllte systematische Doping in Russland liegt vor seiner Zeit.

Die Enthüllungen lassen ihn dennoch nicht kalt, "berühren mich auch, aber ich muss mich dem Training widmen", sagte der 46-Jährige, der in Sachen Transparenz Veränderungen eingeführt hat. "Nicht umsonst habe ich in den letzten zwei Jahren die kompletten Vorbereitungslehrgänge in Mitteleuropa gemacht, in Ruhpolding, Obertillach, Ramsau, Oberhof. Also nur an solchen Orten, wo es einfach ist für die entsprechenden nationalen Dopingagenturen, Kontrollen durchzuführen. Das wurde auch eifrig genutzt. Mehr kann ich als Trainer nicht anbieten", führte Groß aus.

Doping sei nicht nur russisches Problem

Der neunmalige Weltmeister sieht das Dopingproblem nicht nur als ein russisches an. "Ich empfinde es momentan als unfair, aufgrund von Indizien immer nur mit dem Finger auf eine Nation zu zeigen. Doping ist nicht nur ein russisches Problem, sondern ein weltweites. Im Sport wird viel beschissen. Egal ob jetzt Sportveranstaltungen verschoben, verschachert, verscherbelt, erkauft oder verschenkt werden - oder eben auch Leistungen manipuliert werden", sagte Groß.

Für ihn selbst gelte eindeutig die Null-Toleranz-Politik. "Wenn einer betrügt, muss er mit Sanktionen rechnen und wird sicherlich keinen Einsatz mehr bekommen", lautet sein Credo. An ein vorzeitiges Ende seines bis zu den kommenden Olympischen Winterspielen in Pyeongchang laufendes Vertrages denkt Groß nicht: "Ich habe einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2018. Den möchte ich erfüllen."

Alle Wintersport-News

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung