Wintersport

Vartmann/Blommaert Paarlauf-Meister

SID
Mari Vartmann und Ruben Blommaert sind deutsche Paarlauf-Meister geworden

Donnernder Applaus für eine Paarlauf-Kür light: Aljona Savchenko und Bruno Massot haben sogar mit ihrem Auftritt außer Konkurrenz das Berliner Publikum bei den deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften erobert. Wegen der Fußverletzung der 32-Jährigen verzichteten die WM-Dritten noch auf spektakuläre Würfe und Sprünge, dennoch tankten sie wertvolles Selbstvertrauen für den Rest des vorolympischen Winters.

Da die Berliner Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert wegen eines Blutergusses im Knie der 17-Jährigen nach dem Kurzprogramm aufgeben mussten, ging der Titel in der Paarlauf-Konkurrenz konkurrenzlos und im Alleingang an Mari Vartmann aus Düsseldorf und den Oberstdorfer Rubel Blommaert. Nach einer sehenswerten Kür standen insgesamt 180,90 Punkte für die EM-Siebten zu Buche.

Bereits zum sechsten Mal ging der Titel in der Herren-Konkurrenz an Lokalmatador Peter Liebers. Bei seinem ersten großen Wettkampf seit 14 Monaten und nach einer Hüftoperation im Februar verwies der Olympia-Achte von Sotschi 2014 mit 222,83 Punkten Paul Fentz (ebenfalls Berlin) mit 218,63 Zählern sowie den Oberstdorfer Franz Streubel (210,26) auf die Plätze zwei und drei.

Weinzierl gewinnt Damen-Konkurrenz

Die Mannheimerin Nathalie Weinzierl hatte sich zum Auftakt den Titel in der Damen-Konkurrenz gesichert. Gehandicapt von einer Erkältung setzte sich die 22-Jährige mit 168,26 Punkten dennoch deutlich vor Lea-Johanna Dastich aus Dresden (139,87) sowie der Berlinerin Annika Hocke (135,44) durch.

In der Eistanz-Konkurrenz wiederholten Panagiotis Polizoakis und Kavita Lorenz ihren Erfolg aus dem Vorjahr. Die Oberstdorfer bauten ihre Führung nach dem Kurztanz noch deutlich aus und siegten klar mit 172,20 Punkten vor den Dortmundern Katharina Müller und Tim Dieck (146,88) sowie der Oberstdorferin Shari Koch und Christian Nüchtern aus Siegen, die 143,94 Zähler sammelten.

Zur Musik aus dem Musical "Les Miserables" leistete sich die Olympia-18. Weinzierl zwar nur einen Sturz, dennoch wirkte das Programm nicht ganz flüssig. Immer wieder stellten sich Unsauberkeiten bei den Landungen der Sprünge ein. "Ich habe mich schon etwas schlapp gefühlt", sagte Weinzierl anschließend.

Die EM-Siebte profitierte bei ihrem Triumph allerdings auch von den verletzungsbedingten Absagen ihrer Hauptkonkurrentinnen. So konnte Vorjahressiegerin Lutricia Bock ihren Titel wegen eines Meniskuseinrisses im linken Knie nicht verteidigen. Für die Chemnitzerin ist die Saison gelaufen.

Die mitfavorisierte Essenerin Nicole Schott fehlte im Erika-Heß-Eisstadion wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade, soll aber die Deutsche Eislauf-Union (DEU) zusammen mit Weinzierl bei den Europameisterschaften Ende Januar im tschechischen Ostrau vertreten.

Alle Mehrsport-News

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung