Wintersport

USOC-Chef unterstützt Entzug der Bob-WM

SID
Die Bob-WM wird nicht im russischen Sotschi stattfinden

Der Chef des US-Olympiakomitees USOC hat den Entzug der Bob- und Skeleton-WM im kommenden Februar im russischen Olympiaort Sotschi begrüßt, sich aber gegen eine Boykottflut im internationalen Sport ausgesprochen.

Der Chef des US-Olympiakomitees USOC hat den Entzug der Bob- und Skeleton-WM im kommenden Februar im russischen Olympiaort Sotschi begrüßt, sich aber gegen eine Boykottflut im internationalen Sport ausgesprochen. "Wir unterstützen die Entscheidung voll und ganz. Es scheint die richtige Sache zu sein angesichts der Reaktion der Sportler auf einen möglichen Start in Russland", sagte Scott Blackmun.

Das USOC unterstütze aber keine Boykotte irgendwelcher Art. "Es ist nicht unsere Aufgabe als Nationales Olympischen Komitee, Entscheidungen über internationale Wettbewerbe zu treffen", erklärte Blackmun. Aber, so der USOC-Boss, "am Ende des Tages müssen unsere Athleten die Chance haben, sich gut informieren zu können und eine Entscheidung zu treffen, wo sie starten wollen."

Keine Unterstützung für Boykotte

Russland hatte nach den jüngsten Dopingenthüllungen am Dienstag das erste Sport-Großereignis verloren. Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF entzog Sotschi vier Tage nach der Veröffentlichung des zweiten McLaren-Reports die WM. Ein Ersatzort für die Titelkämpfe, die vom 13. bis 26. Februar geplant sind, soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. Großer Favorit ist Deutschland mit der Bahn am Königssee.

Der zweite McLaren-Report hatte ein staatlich gestütztes Dopingsystem in Russland bestätigt. Insgesamt sollen über 1000 Sportler von der Doping-Vertuschung profitiert haben, unter anderem bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

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