Wintersport

WM-Entzug: Forderungen zu erwarten

SID
Andreas Trautvetter rechnet mit Beschwerden Russlands

Andreas Trautvetter, Präsident des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD), geht nach dem Entzug der Bob- und Skeleton-WM von Schadensersatzforderungen Russlands aus. "Ich rechne damit, dass etwas kommt. Aber ich kann nicht sagen, in welcher Höhe", sagte Trautvetter, der gleichzeitig auch Vizepräsident des Weltverbands IBSF für Verbands- und Finanzfragen ist, dem SID.

Alexander Subkow, Präsident des russischen Verbandes, kündigte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS an, mit dem Weltverband über dieses Thema zu sprechen. "Wir schauen uns gerade unsere Vereinbarung mit der IBSF an und werden dann über diese Frage diskutieren", sagte Subkow. Zuvor hatte er klargestellt, dass Russland die WM nicht boykottieren werde: "Wir werden zeigen, dass wir Weltspitze sind, und am die Medaillen kämpfen."

Am Dienstag hatte die IBSF entschieden, dem geplanten Austragungsort Sotschi die WM zu entziehen. Zuvor hatten mehrere Länder erklärt, angesichts der Doping-Enthüllungen des zweiten McLaren-Reports die Titelkämpfe zu boykottieren oder eine entsprechende Maßnahme zumindest zu diskutieren. Laut Trautvetter sei, ein internationales Stimmungsbild entstanden, in dem die WM "entwertet" gewesen wäre. "Es wäre nicht mehr über die Sportler und Ergebnisse berichtet worden", sagte er.

Als möglicher Nachfolger für Sotschi steht unter anderem die Eisbahn am Königssee bereit. Eine Entscheidung soll bis Ende der Woche fallen.

Alle Mehrsport-News

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung