Rodeln: Deutsche Rodler untermauern Ausnahmestellung

Deutsche Rodler deklassieren die Konkurrenz

SID
Samstag, 26.11.2016 | 19:10 Uhr
Natalie Geisenberger knüpft an ihre starke letzte Saison an
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Mit maximalem Schwung in den vorolympischen Winter: Die deutschen Rennrodler haben gleich zum Auftakt der Weltcup-Saison ihre Ausnahmestellung unterstrichen und die Konkurrenz beim Heimspiel in Winterberg mit zwei Dreifachsiegen deklassiert.

"Das war ein geiler Auftakt", sagte Bundestrainer Norbert Loch, "Chapeau für diese Konstanz." Zunächst gewann Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) das Rennen der Frauen mit gut vier Zehntelsekunden Vorsprung deutlich vor Tatjana Hüfner (Blankenburg). Dritte wurde Dajana Eitberger vom RC Ilmenau.

Bei den Doppelsitzern mussten sich die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) überraschend gleich zwei nationalen Konkurrenten geschlagen geben. Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) gewannen mit zwei Bahnrekorden und sagten ihren Dauerrivalen damit gleich wieder den Kampf an. Das Winterberger Duo Robin Geueke/David Gamm holte zudem den ganz starken zweiten Platz.

"Ich kann nur zufrieden sein, vor allem mit dem Rennen der Doppelsitzer", sagte Trainer Loch: "Wir waren die großen Favoriten auf dieser Bahn, und dass wir dem mit allen Teams gerecht geworden sind, ist großartig."

Zwei Dreifachsiege für deutsche Rodler

Auch Geisenberger freute sich über einen gelungenen Auftakt "vom Start bis zum Ziel", wollte dem ersten Saisonrennen aber keine wegweisende Bedeutung einräumen: "Das ist ein Weltcup von insgesamt neun, nur ein Rennen von vielen. Aber es war gut zu zeigen, dass ich fit bin und dass der Schlitten läuft."

Damit erfüllte das Team gleich zum Start des vorolympischen Winters die hohen Erwartungen. "Die drei Frauen haben gegeneinander gefightet und in allen Läufen alles rausgeholt", sagte Loch. Einzig Nachwuchshoffnung Julia Taubitz (Oberwiesenthal) enttäuschte mit dem 13. Rang ein wenig.

Hüfner hatte die Weltmeisterin gleich mit dem ersten Lauf unter Druck gesetzt, Geisenberger zeigte sich allerdings souverän und holte sich mit einem Bahnrekord zunächst relativ knapp die Spitzenposition. Im zweiten und entscheidenden Lauf legte die Bayerin nach: Der nächste Bahnrekord sorgte für den souveränen Sieg.

Am Sonntag geht Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) noch als klarer Favorit an den Start, die internationale Elite scheint bei den Männern ansonsten aber näher dran am deutschen Team. Zum Abschluss des Wochenendes werden zudem die Sprintwettbewerbe ausgetragen. Winterberg ist die erste von neun Weltcup-Stationen des Winters. Saisonhöhepunkt der Rodler ist die WM im österreichischen Igls (28./29. Januar).

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