Freitag, 25.11.2016

Viktoria Rebensburg zurück im Weltcup

Rebensburg: "Ich kann es kaum erwarten"

Die Erlösung für Viktoria Rebensburg kam am vergangenen Montag. "Mutter Natur", verlautete aus dem Bundesstaat Vermont an der US-Ostküste, habe dem Ski-Resort in Killington "25 Zentimeter frischen Schnee" geschenkt. Nach langem Warten war der Winter endlich da - und Rebensburg packte ihre Sachen. Am Dienstag machte sie sich auf über den großen Teich, zu ihrem Comeback im alpinen Ski-Weltcup.

"Ich kann es kaum erwarten", schrieb die beste deutsche Ski-Rennläuferin aus dem Flieger, ihr Gesicht auf dem angehängten Foto verriet Vorfreude - aber auch etwas Unsicherheit.

Kein Wunder: Den Weltcup-Auftakt in Sölden Ende Oktober und damit die wichtige erste Standortbestimmung hatte Rebensburg verpasst, weil sie sich kurz zuvor bei einem Unfall im Training einen Schienbeinkopfbruch im rechten Bein zugezogen hatte. "Aktuell weiß ich nicht, wo ich im internationalen Vergleich rangiere", sagte sie nun vor der Rückkehr.

Für "gerade mal fünf Tage Tortraining" habe es in der Vorbereitung gereicht, "was nicht wirklich viel ist", wie Rebensburg betonte. Dazu kommt, dass Killington für sie wie für den Rest des Feldes Neuland ist - die "beast of the east" (Bestie des Ostens) feiert ihre Weltcup-Premiere.

Experten beschrieben die Piste als "Mittelding zwischen Maribor und Kranjska Gora", was für Rebensburg eine gute Nachricht ist: In Maribor gewann sie erst im Januar, in Kranjska war sie schon Dritte. Doch das vom Jet-Stream geprägte Wetter könnte beim Riesenslalom am Samstag (15.30 und 18.30 Uhr) für Kapriolen sorgen.

Und: Dieser Winter sollte für Rebensburg ohnehin eine Art Neustart werden nach der trotz dreier Siege holprigen vergangenen Saison. Als diese vorbei war, habe sie erst einmal Abstand gesucht, "um mich körperlich und mental zu erholen", berichtete sie.

Karriere abseits der Piste?

Im Rahmen ihres Studiums absolvierte die 27-Jährige ein vierwöchiges Praktikum in der Marketingabteilung ihres Sponsors Red Bull, "eine schöne Abwechslung" sei das gewesen.

Als es dann wieder auf die Skier ging, plagte sie sich mit Rückenproblemen und musste vorzeitig aus dem Trainingslager in Chile heimreisen.

Immerhin: Das Thema Material und Abstimmung habe sie inzwischen im Griff, betonte Rebensburg. Geholfen hat dabei auch ihr neuer Servicemann Andrea Vianello, der zuletzt für Doppel-Olympiasiegerin Tina Maze aktiv war.

Rebensburg spürt nun wieder ein ähnlich gutes Skigefühl wie 2011/12, als sie zum zweiten und bislang letzten Mal die Disziplinwertung im "Riesen" gewann.

"Riesenslalom-Fahren ist wieder so geil, macht wieder so Spaß", sagte sie, "das macht das Leben viel leichter."

Deshalb sei die Zwangspause auch so schwierig für sie gewesen. "Das Rennfahren hat mir sehr gefehlt, und Sölden am TV zu verfolgen, war eine echte Qual", sagte sie. Jetzt aber kann's endlich losgehen.

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