Schempp und Co. schalten in den Angriffsmodus

DSV-Athleten wollen in Oslo abräumen

SID
Mittwoch, 02.03.2016 | 15:14 Uhr
Simon Schempp konnte in diesem Winter bereits mit vier Weltcupsiegen überzeugen
© getty
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Die deutschen Biathleten wollen ihre bislang so starke Saison mit WM-Medaillen krönen. Die Hoffnungen in Oslo liegen vor allem auf Simon Schempp, Laura Dahlmeier und den Staffeln.

Simon Schempp und Laura Dahlmeier nehmen die Einzelmedaillen ins Visier, in den Staffelrennen soll es mit der Titelverteidigung klappen: Die deutschen Biathleten gehen mit viel Selbstvertrauen in die Weltmeisterschaften in Oslo und wollen ihre bärenstarke Saison mit möglichst viel Edelmetall krönen. Die erstarkten Skijäger gehören am Holmenkollen in fast allen Rennen zu den Mitfavoriten.

"Eine Einzelmedaille - das wäre die Krönung meiner Saison", sagte Dahlmeier dem SID: "Wenn ich meine Topleistung abrufe, habe ich in jedem Rennen die Chance dazu. Auch mit der Staffel haben wir große Möglichkeiten." Schempp sieht seine Ausgangsposition ähnlich und ist trotz der großen internationalen Konkurrenz angriffslustig: "Ich will meine erste Einzelmedaille mit nach Hause nehmen."


"Fliege nicht dahin, um nur dabei zu sein"

Mit jeweils vier Weltcupsiegen haben Schempp und Dahlmeier ihre Klasse in diesem Winter schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sind stark wie nie zuvor. Krankheiten bremsten sie zwar mehrfach aus, doch vor dem Saisonhöhepunkt sind die Überflieger bereit für die nächsten Coups. "Ich fliege nicht dahin, um nur dabei zu sein. Dafür waren die Ergebnisse der letzten Jahre einfach viel zu gut", sagte Schempp.

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Am liebsten würde der Uhinger schon am Donnerstag (15.30 im LIVETICKER) zum Auftakt mit der Mixedstaffel das erste Edelmetall einfahren. "Ein gutes Mixed-Ergebnis wäre ein schöner Einstieg in die WM", sagte Schempp. 2010 wurde er in dieser Disziplin Weltmeister, auch mit der Männerstaffel reichte es in Kontiolahti im Vorjahr zum Titel. Doch die begehrte Einzelmedaille fehlt in seiner Sammlung noch: "Jetzt wird es Zeit."

Dahlmeier krönte sich 2015 bereits zur Vizeweltmeisterin in der Verfolgung, weiteres Edelmetall soll folgen. "Ich weiß, dass ich als Medaillenkandidatin gehandelt werde, ich selber fühle mich nicht unbedingt als große Favoritin", sagte Dahlmeier. Wegen einer leichten Magenverstimmung reiste sie erst mit zwei Tagen Verspätung am Mittwoch an, einem Einsatz im Sprint am Samstag soll jedoch nichts im Wege stehen.

Mit Breiter Brust in die Staffelwettbewerbe

Dahlmeier will so oft es geht starten und die Frauenstaffel wie schon im Vorjahr als Schlussläuferin zu Gold führen. Auch Schempp würde am liebsten jubelnd mit der deutschen Fahne in der Hand als Erster über die Ziellinie laufen. "Wir sind hoffentlich wieder so drauf, dass wir aus eigener Kraft die Goldmedaille holen können", sagte er.

Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig bremste die Euphorie jedoch ein wenig. "Wir wissen schon, dass die Aufgabe sehr schwer wird, an die Ergebnisse der Saison oder des Vorjahrs anzuknüpfen", sagte er: "Man spürt den gewachsenen Druck definitiv. Wir messen uns auch an den Ergebnissen vom letzten Jahr und versuchen, das annähernd zu wiederholen."

Staffel-und Einzelmedallie das Ziel

Im finnischen Kontiolahti gab es im März 2015 drei Goldmedaillen und zweimal Silber. Die Titel der Staffeln kamen dabei ebenso unerwartet wie der Verfolgungssieg von Erik Lesser, zudem wurden Dahlmeier und Franziska Preuß (Massenstart) jeweils Zweite. "Eine Staffel- und eine Einzelmedaille sollten jetzt unser Ziel sein", sagt Hönig.

Dabei können er und Männer-Bundestrainer Mark Kirchner jedoch nicht nur auf Dahlmeier und Schempp vertrauen. Auch Franziska Hildebrand feierte bereits zwei Saisonsiege, Lesser gewann den Massenstart in Ruhpolding und Maren Hammerschmidt sowie Arnd Peiffer zeigten sich in der ersten Saisonhälfte stark und hatten ihren Anteil an insgesamt 31 Podestplätzen.

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