Freund und Co. gehen leer aus

"Sehr ärgerlich"

SID
Sonntag, 07.02.2016 | 16:45 Uhr
Severin Freund wurde bei den Olympischen Spielen 2014 Olympiasieger
© getty
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Erst flogen Severin Freund und Co. nach einem Pokerspiel am Podest vorbei, dann verhinderte dichter Nebel eine Revanche. Die deutschen Skispringer sind am legendären Holmenkollen in Oslo vor den Augen vom Norwegens König Harald V. komplett leer ausgegangen.

"Das war wahrlich nicht unser Wochenende", sagte Bundestrainer Werner Schuster nach Rang vier im Teamwettbewerb und der Absage des Einzels einen Tag später.

Schon am Samstag hatte auf dem "heiligen Berg" der Norweger dichter Nebel geherrscht, das Teamspringen konnte aber noch über die Bühne gebracht werden.

Mit mäßigem Erfolg: Mit 915,0 Punkten verpassten Freund, Karl Geiger, Richard Freitag und Andreas Wellinger das angepeilte Podest deutlich, der Sieg ging an Slowenien mit Tournee-Sieger Peter Prevc (977,7) vor Norwegen (945,3) und Japan (927,7).

Gründlich verzockt hatte sich dabei im zweiten Durchgang der Bundestrainer. Schuster ließ im Hoffen auf besseren Wind den Anlauf verkürzen, Richard Freitag gelang aber nur ein "Hüpfer". Somit gab es keine Bonuspunkte als Ausgleich für die Verkürzung, das Podium war außer Reichweite. "Das nehme ich auf meine Kappe", sagte Schuster.

Starker Wind und starker Nebel

Die Sieger von Klingenthal und Willingen verpassten damit zum zweiten Mal in Folge in einem Teamspringen das Podest, noch nie gelangen einer deutschen Mannschaft drei Siege in einem Winter.

"Wir haben alle etwas liegen lassen. Das ist sehr ärgerlich und schaut blöd aus", sagte Freund, der im Vorjahr in Oslo zweimal gewonnen hatte.

Einen weiteren Triumph des Weltmeisters verhinderte am Sonntag der starke Wind und vor allem der noch stärkere Nebel. Nach nur zwei Athleten musste der Wettbewerb zunächst unterbrochen und schließlich gestrichen werden.

Möglicherweise wird das Springen am Dienstag in Trondheim nachgeholt, für Mittwoch ist dort ohnehin ein Weltcup geplant.

Probleme bei der Weitenmessung

"Aus Sicht der Sportler hätten wir springen können, so kurios das klingt. Aber wir hatten keine Möglichkeit, sie dabei zu beobachten", sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer im ZDF. Besonders die Kampfrichter hatten wegen der schlechten Sicht Schwierigkeiten bei der Notengebung.

Hinzu kamen Probleme bei der elektronischen Weitenmessung. Der Sprung des Polen Bartlomiej Klusek etwa wurde nachträglich von 100,5 m auf 120,0 m korrigiert. Auch die Zuschauer, darunter erneut Norwegens König, sahen fast nichts.

Viel Zeit zum Ärgern blieb aber nicht: Schon am Montag ziehen die DSV-Adler nach Trondheim weiter, vor einem Jahr hatte Freund dort vor Prevc gewonnen. "Die Schanze liegt mir", sagte der 27-Jährige vor der kurzen Reise Richtung Norden: "Mal schauen, was dort diesmal geht."

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