Freitag, 26.02.2016

Teamsprint in Val di Fiemme

Edelmann führt Duo auf Platz zwei

Auch der zweite Anzug passt: Die deutschen Kombinierer sind selbst ohne ihre vier Besten um Olympiasieger Eric Frenzel beim Teamsprint in Val di Fiemme auf das Podest gestürmt.

Tino Edelmann beim Teamsprint in Val di Fiemme
© getty
Tino Edelmann beim Teamsprint in Val di Fiemme

Team-Weltmeister Tino Edelmann (Zella-Mehlis) und Tobias Haug (Baiersbronn) mussten sich trotz eines Stockbruchs in der Schlussphase nur den norwegischen Topstars Magnus Krog und Jörgen Graabak geschlagen geben und belegten einen ganz starken zweiten Platz.

"Es war fast aussichtslos, aber Tino ist heute superstark gewesen - Hut ab!", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF, nachdem Routinier Edelmann auf der letzten Runde noch von Rang fünf nach vorne gestürmt war: "Wir haben gesehen, was wir für eine tolle Breite haben."

Weinbuch hatte Frenzel (Oberwiesenthal), der in Norditalien seinen vierten Weltcup-Gesamtsieg perfekt machen kann, Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf), dem dreimaligen Saisonsieger Fabian Rießle (Breitnau) sowie der deutschen Nummer vier Manuel Faißt (Baiersbronn) eine Ruhepause gegönnt. Das Spitzenquartett greift aber in den beiden Einzel-Wettkämpfen am Samstag und Sonntag wieder ins Geschehen ein.

Die Nummern fünf bis acht in der deutschen Kombi-Hierarchie verkauften sich mehr als teuer. Edelmann, nach dem Stockschaden Haugs mit respektablem Rückstand ins Finale gegangen, lag im Ziel des kräftezehrenden Loipen-Kampfes mit fünf 1,5-km-Runden für jeden Starter nur 6,7 Sekunden hinter den favorisierten Norwegern. Dritter wurden die Franzosen Maxime Laheurte und Francois Braud (+7,1 Sekunden).

Zwei zweite Plätze würden reichen

Die zweite deutsche Paarung mit dem achtmaligen Vizeweltmeister Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) und Tobias Simon (Breitnau) musste sich nach einem Sturz Simons auf der ersten Runde mit Platz neun (+2:15,3 Minuten) begnügen. "Er hat dabei den Ski verloren, da ist natürlich das Rennen vorbei", sagte Weinbuch. Simon, der sein erstes Weltcup-Rennen seit mehr als zwei Jahren bestritt, hatte zuvor mit dem viertbesten Sprungergebnis aller 38 Starter überzeugt.

Neben den deutschen Spitzen-Kombinierern setzte auf der WM-Strecke auch der Japaner Akito Watabe, Frenzels einziger noch verbliebener Widersacher im Kampf um den Gesamtweltcup, am Freitag aus. Zwei zweite Plätze in Val di Fiemme würden Frenzel selbst bei zwei Watabe-Siegen reichen, um vor den letzten beiden Rennen beim Heimspiel in Schonach vorzeitig seinen vierten Gesamtweltcup zu gewinnen. Dies ist bislang nur dem Finnen Hannu Manninen gelungen.


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