Kraft stoppt Überflieger Prevc

Freitag in Zakopane Sechster

SID
Sonntag, 24.01.2016 | 18:10 Uhr
Richard Freitag landete als einziger Deutscher in Zakopane in den Top-Ten
© getty
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Ohne Weltmeister Severin Freund haben die deutschen Skispringer beim Weltcup im polnischen Zakopane enttäuscht. Beim ersten Saisonsieg des Österreichers Stefan Kraft sorgte einzig Richard Freitag als Sechster für eine Top-10-Platzierung. Stephan Leyhe und Andreas Wellinger belegten die Plätze 18 und 19.

"Ein paar Leute haben heute Pech gehabt, es sind nicht alle in der Form", sagte Werner Schuster in der ARD angsichts von nur drei Springern im zweiten Durchgang. Zumindest mit Freitag war der Bundestrainer aber zufrieden: "Sein erster Sprung war super. Er stand so hoch in der Luft, dass er sich erschrocken und zehn Meter verschenkt hat."

Der ehemalige Tourneesieger Kraft holte derweil mit zwei starken Sprüngen auf 133,0 m und 307,3 Punkten den ersehnten ersten Saisonsieg eines Österreichers. Gemeinsam mit Michael Hayböck (299,8) sorgte er sogar für einen Doppelsieg der Austria-Adler. Der slowenische Topfavorit Peter Prevc (296,7) musste sich nach vier Siegen in Folge dagegen mit Rang drei begnügen.

Im Gesamtweltcup baute Prevc mit 1084 Punkten seine Führung auf Freund (779) dennoch weiter aus. Der Niederbayer fehlte in Zakopane wegen eines leichten Bandscheibenvorfalls, kehrt aber möglicherweise schon am kommenden Wochenende in Sapporo auf die Schanze zurück. Der frisch gekürte Skiflug-Weltmeister Prevc durfte sich immerhin mit dem elften Podestplatz in Folge trösten.

Nächste Enttäuschung

Gleich drei DSV-Adler schafften es erst gar nicht in den zweiten Durchgang: Team-Olympiasieger Andreas Wank, Routinier Michael Neumayer und der erst 19 Jahre alte David Siegel kamen nicht über die Ränge 34, 36 und 37 hinaus.

Die deutsche Mannschaft hatte schon im Teamspringen am Samstag mit Rang vier eine Enttäuschung erlebt. Wellinger, Freitag, Leyhe und Wank kamen in der Summe auf 1042,2 Punkte, der klare Sieg ging an Norwegen (1122,4) vor Österreich (1089,5) und Gastgeber Polen (1056,7). Mit Freund hatte Deutschland die Teamspringen in Klingenthal und Willingen noch gewonnen.

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