Donnerstag, 07.01.2016

Raus aus der Komfortzone

DSV-Team reist nach Nordamerika

WM-Endspurt ohne Heimvorteil: Nach sechs Siegen in sechs Heim-Rennen zum Saisonauftakt müssen die deutschen Piloten sich von nun an in Übersee beweisen. Der Weltcup auf der US-Bahn in Lake Placid bildet am Freitag und Samstag den Auftakt einer Serie von vier "Auswärtsspielen".

Bundestrainer Christoph Langen und sein Team haben bereits sechs Siege eingefahren
© getty
Bundestrainer Christoph Langen und sein Team haben bereits sechs Siege eingefahren

Danach steht die WM im österreichischen Igls auf dem Programm (11. bis 21. Februar) - der Weg dorthin dürfte ab jetzt holpriger werden für die Männer von Bundestrainer Christoph Langen.

In Altenberg, Winterberg und am Königssee waren alle Siege im Zweier und Vierer an die Deutschen gegangen, außerhalb der Komfortzone warten nun schwierige Bedingungen.

"Bei minus 28 Grad und dem harten Eis ist das Fahren besonders schwierig auf der anspruchsvollen Bahn in Lake Placid", sagt Langen: "Doch wir kämpfen und geben unser Bestes."

Fünf der sechs deutschen Siege gingen allein an Francesco Friedrich (Oberbärenburg). Im kleinen Schlitten ist der Weltmeister in diesem Winter ungeschlagen und gilt natürlich auch in den USA und Kanada in den kommenden Wochen erstmal als Favorit. "Natürlich ist unser Ziel, die Siegesserie im Zweierbob fortzusetzen und im Vierer das Podium anzusteuern", sagt Friedrich.

"Nicht leichter"

Im Zweier am Freitag (19 Uhr MEZ) und im Vierer am Samstag (15 Uhr) rechnen sich auch Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt (Oberhof) und Nico Walther (Oberbärenburg) wieder Chancen aus.

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Zudem wird mit Spannung erwartet, ob der starke Lette Oskars Melbardis das erste Rennen auf "neutraler" Bahn zum ersten Sieg nutzen kann.

Mit weniger Zuversicht haben die deutschen Frauen die Reise nach Lake Placid angetreten. Schon bei den drei Heim-Weltcups reichte es nicht für einen Podestplatz, am Freitag (18 Uhr) wird es nun noch schwieriger.

"Lake Placid ist ein heißes Pflaster. Die Bahn verlangt einem alles ab, und der Heimvorteil der starken Konkurrenz macht es uns nicht leichter", sagt Vizeweltmeisterin Anja Schneiderheinze (Erfurt). Auch Sandra Kroll (Königssee) und Mariama Jamanka (Oberhof) sind wieder am Start.


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