Vierschanzentournee: 4. Springen in Bischofshofen

Tournee: Lädierter Freund pausiert

SID
Dienstag, 05.01.2016 | 18:26 Uhr
Severin Freund will morgen wieder springen, verzichtete aber heute auf den Start
© getty
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Severin Freund schonte seinen lädierten Körper, Peter Prevc ließ die Muskeln spielen: Vor dem letzten Akt der 64. Vierschanzentournee hat Weltmeister Freund nach seinem Sturz in Innsbruck auf Training und Qualifikation für das Finale von Bischofshofen verzichtet, der souveräne Spitzenreiter Prevc greift hingegen als Zweitbester der Vorausscheidung am Mittwoch (17.00 Uhr im LIVETICKER) nach der Tournee-Krone.

"Heute macht es keinen Sinn, der Ruhetag hat nicht ausgereicht, um ihn sprungfertig zu machen", sagte Bundestrainer Werner Schuster zum Zustand seines "Kapitäns", der Prevc noch einmal angreifen will: "Severin wird aber im Wettkampf am Mittwoch springen und eine gute Leistung bringen."

Der 27 Jahre alte Freund, der mit rund 20 Punkten Rückstand auf Prevc als Gesamt-Zweiter ins Finale geht, war am Sonntag in der Probe zu Fall gekommen und hatte sich diverse Prellungen zugezogen. "Es sind wirklich nur Prellungen, speziell auf der rechten Seite", sagte Schuster: "Es geht darum, morgen eine Topleistung zu bringen, dann muss er sich nicht heute über die Schanze quälen."

Gangnes siegt knapp

Vor dem entscheidenden Wettkampf auf der Paul-Außerleitner-Schanze zeigte sich Prevc in starker Form. Mit 137,5 m und 144,1 Punkten sprang der 23-Jährige auf Platz zwei knapp hinter dem in der Tournee-Wertung drittplatzierten Norweger Kenneth Gangnes (138,5/144,4), der damit am Mittwoch im K.o.-Duell auf Freund trifft. Dritter wurde Österreichs Vorjahressieger Michael Hayböck (136,0/140,9).

Gangnes war im Training mit 143,5 m einen halben Meter über dem elf Jahre alten Schanzenrekord des Japaners Daiko Ito geblieben, gültige Bestmarken können allerdings nur in Wettbewerben und deren Qualifikationen aufgestellt werden.

Neben Freund werden am Mittwoch alle sechs weiteren deutschen Springer am Start sein. Bester DSV-Adler war als ausgezeichneter Vierter der Vorausscheidung Youngster Andreas Wellinger (Ruhpolding), der auf 135,5 m (135,2 Punkte) kam. "Damit habe ich nicht gerechnet, das Gefühl kommt immer mehr zurück", sagte der 20-Jährige.

Deutsche ohne Probleme

Der wie Freund und Wellinger vorqualifizierte Richard Freitag (Aue) wurde mit 129,5 m (127,9) 13., Stephan Leyhe (Willingen) flog an seinem 24. Geburtstag auf 131,0 m (130,6 Punkte) und Platz elf, Andreas Wank (Hinterzarten) kam mit 132,5 m (118,4) auf den 20. Rang. Die Oberstdorfer Karl Geiger (25./113,4) und Michael Neumayer (29./111,5) qualifizierten sich ebenfalls problemlos.

Der viermalige Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) zeigte ein Jahr nach seinem schweren Sturz in Bischofshofen solide Sprünge und wurde mit 133 m 14. der Qualifikation. Ausgeschieden ist Österreichs früherer Tournee-Sieger Thomas Diethart. Der 23-Jährige, der für den formschwachen Gregor Schlierenzauer an den Start gegangen war, kam nicht über 115 m und Platz 54 hinaus.

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