Mittwoch, 13.01.2016

Verband schließt Olympiasiegerin aus

Keine Sprint-WM für Lee

Die südkoreanische Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (26) darf nicht an der Sprint-Weltmeisterschaft im heimischen Seoul (27./28. Februar) teilnehmen. Der nationale Verband KSU schloss die zweimalige 500-m-Olympiasiegerin und Sprint-Weltmeisterin von 2010 wegen eines Regelverstoßes von den Titelkämpfen aus.

Lee Sang-Hwa hatte im Dezember nicht an den nationalen Sprint-Meisterschaften teilgenommen
© getty
Lee Sang-Hwa hatte im Dezember nicht an den nationalen Sprint-Meisterschaften teilgenommen

Ebenso darf sie als Führende im 500-m-Weltcup nicht beim Weltcup Ende Januar in Stavanger (Norwegen) starten.

Lee hatte im Dezember nicht an den nationalen Sprint-Meisterschaften teilgenommen. Nach einer im September 2015 eingeführten KSU-Regel müssen alle Athleten an den nationalen Meisterschaften teilnehmen. Lee erklärte, von der Regeländerung nichts gewusst zu haben.

"Ich habe im Ausland trainiert. Es war mein Fehler, dass ich das nicht gewusst habe. Ich möchte zumindest am Weltcup teilnehmen", erklärte sie auf einer Pressekonferenz in Seoul. Lee wollte den Weltcup in Stavanger als Vorbereitung für die Einzelstrecken-WM in Kolomna/Russland (11. bis 14. Februar) nutzen.

"Regeln sind Regeln, und ich muss sie auch befolgen", gestand die 500-m-Weltrekordlerin, die mit 36,36 Sekunden die schnellste Frau der Welt ist. Ein Gnadengesuch lehnte der Verband ab. "Die Regeln müssen für alle Athleten gleich sein", erklärte die KSU.


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