Samstag, 09.01.2016

Weltmeister gewinnt in Lake Placid

Arndt holt Sieg im Viererbob

Weltmeister Maximilian Arndt (Oberhof) hat die Erfolgsserie der deutschen Viererbobs auch beim ersten Übersee-Weltcup ausgebaut. Der 28-Jährige holte im Rennen der Königsdiziplin auf der schwierigen US-Bahn in Lake Placid seinen ersten Saisonsieg und verwies Alexander Kasjanow (Russland) auf den zweiten Platz. Dritter im vierten Rennen der Saison wurde der Kanadier Justin Kripps.

Maximilian Arndt und Co. holten in Lake Placid den Sieg im Vierer
© getty
Maximilian Arndt und Co. holten in Lake Placid den Sieg im Vierer

"Ich bin einfach froh, dass es endlich wieder mit einem Sieg geklappt hat", sagte Arndt in der ARD: "Ich wollte zweimal richtig gut runterfahren, das hat geklappt."

Auch aufgrund erheblicher Probleme im Vorfeld verpassten die übrigen Deutschen das Podest letztlich deutlich. Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) wurde Sechster. Im Training war er schwer gestürzt, sein Anschieber Candy Bauer hatte sich verletzt und musste kurzfristig ersetzt werden.

"Das war eine harte Woche, wir greifen beim nächsten Rennen wieder an", sagte Friedrich: "Ich bin aber froh, dass wir die Reihe fortgesetzt haben, jeder von uns hat jetzt schon im großen Schlitten gewonnen." Denn neben Friedrich und Arndt stand auch Friedrichs Vereinskollege Nico Walther in diesem Winter schon ganz oben auf dem Treppchen.

Serie riss Freitag

Am Samstag belegte Walther nach einem kuriosen Rennen nur den 13. Platz. Der Sachse hatte sich am Vortag bei seiner Fahrt auf Rang zwei im kleinen Schlitten eine Muskelverletzung zugezogen, seine Teilnahme im Vierer war lange fraglich. Letztlich startete Walther im Sitzen, seine drei Anschieber mussten den Schlitten am Start ohne den 100-Kilo-Athleten in Schwung bringen.

Am Freitag war die Siegesserie der deutschen Piloten im Zweier gerissen, Walthers zweiter Platz hinter US-Starter Steven Holcomb rettete dennoch die gute Bilanz. Arndt wurde Sechster, ausgerechnet Friedrich enttäuschte als Achter. Der ehemalige Leichtathlet hatte zuvor alle Rennen im kleinen Schlitten gewonnen. Mitfavorit Oskars Melbardis aus Lettland hatte sich im Training leicht verletzt und fehlte im Zweier und im Vierer.

Vor der Weihnachtspause hatten die deutschen Männer den Heimvorteil bei den Rennen in Altenberg, Winterberg und am Königssee perfekt genutzt und alle Siege eingefahren. Fünf von sechs Erfolgen gingen dabei allein an Friedrich.


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