Samstag, 21.02.2015

Deutschland Weltmeister im Paraski

Doppelerfolg für Klarmann und Fischer

Deutschlands Paraski-Athleten haben bei den Weltmeisterschaften in Unterammergau zwei Titel und eine Silbermedaille gewonnen. Andreas Fischer (Sulzberg), Nicol Grimm (Weilheim), Reinhold Haibel (Kempten/Durach) und Peter Klarmann (Lindau am Bodensee) hatten nach den beiden Riesenslalomläufen und sechs Runden im Fallschirmzielspringen 145 Zähler auf dem Konto und damit den Mannschaftstitel nach 14 Jahren wieder nach Deutschland geholt.

Peter Klarmann wurde Doppelweltmeister
© DFV/Paul Burkhardt
Peter Klarmann wurde Doppelweltmeister

Die Grundlage dafür legte das deutsche Team im Skifahren, wo es klar dominierte. Der vorjährige Mannschaftsweltmeister Russland musste sich knapp geschlagen geben. Artem Borovik, Alexey Burenin, Anton Filippov und Ayaz Karimov kamen auf 149 Zähler. Bronze ging an Slowenien (Uros Ban, Matej Becan, Matjaz Pristavec, Uros Ule) mit 162 Zählern.

"Das ist schon etwas Besonderes, dass wir nach so langer Zeit den WM-Titel wieder geschafft haben", sagte Andreas Fischer. Er war auch schon im Team, als Deutschland 1997, 1999 und 2001 Weltmeister wurde. Umso höher sei der Erfolg einzustufen, da die russischen und slowenischen Konkurrenten als Militärangehörige sozusagen Berufssportler sind. Fischer & Co betreiben ihren Sport eher als Intensiv-Hobby.

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Becan und Franz werden Einzelweltmeister

Einzelweltmeister wurden der Slowene Matej Becan und Christina Franz aus der Schweiz. In den Zielsprungfinals der besten neun Männer und vier Frauen ließen einige auf Medaillenkurs liegende Athleten Federn. Am härtesten traf es die seit dem ersten Tag führende Österreicherin Magdalena Schwertl. Im entscheidenden Sprung patzte sie mit 39 cm und musste sich dadurch nach insgesamt 77 Zählern mit Bronze begnügen. Die Enttäuschung stand ihr nach der Landung ins Gesicht geschrieben. Gold holte sich Christina Franz aus der Schweiz (2cm im Finale/insgesamt 46), Silber ging an Marina Kücher aus Österreich (3/51).

Gleich zwei Finalteilnehmer bei den Männern vergeigten ihren Fallschirmsprung und kassierten die Maximalentfernung von 50 cm, darunter der bis dahin Dritte Marco Valente (Italien). Ein abschließender 4-cm-Sprung reichte schließlich dem Slowenen Matej Becan, um mit der Gesamtzahl von 22 Gold zu erobern. Silber holte sich Ayaz Karimov aus Russland (6 cm im Finale/insgesamt 27) knapp vor seinem Landsmann und Titelverteidiger Anton Filippov (28), der zum Abschluss noch einmal eine 0 erzielte. Hinter dem Slowenen Uros Ban (0/32) belegte Peter Klarmann (5/34) den 5. Platz vor dem vorjährigen Vizeweltmeister Alexey Burenin (Russland, 1/36). Klarmanns Teamgefährten Haibel, Fischer und Grimm belegten die Plätze 10 bis 12.

In der Einzelwertung der Masterklasse (ab 50 Jahre) gab es einen weiteren Weltmeistertitel für Deutschland. Peter Klarmann triumphierte mit 29 Zählern vor seinem Teamkollegen Andreas Fischer (37) und dem Schweizer Thomas Saurer (46).


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